Die Lufthansa feiert heute das 100-jährige Jubiläum ihrer Vorgängerfirma – doch die Feierlaune wird von dunklen Schatten begleitet. Die 1926 gegründete "Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft" war tief in das NS-Regime verstrickt. Jetzt stellt sich die heutige Lufthansa AG ihrer kontroversen Vergangenheit und investiert gleichzeitig Millionen in Modernisierung und Passagierkomfort.
Am 6. Januar 1926 gründete die deutsche Reichsregierung in Berlin die "Deutsche Luft Hansa AG" durch die Fusion von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr. Die Airline wurde zum zentralen Bestandteil der verbotenen Aufrüstung und später der Nazi-Kriegsmaschinerie. Zivilflugzeuge vom Typ Junkers Ju 52 wurden für die NS-Luftwaffe umgerüstet. Tausende Zwangsarbeiter wurden für die Flugzeugwartung ausgebeutet.
Die heutige Deutsche Lufthansa AG ist rechtlich eigenständig – sie startete erst 1955 mit Linienflügen, nachdem die Alliierten das deutsche Flugverbot aufgehoben hatten. Doch es gab personelle Kontinuitäten zur Vorgängerfirma. Der Bochumer Historiker Lutz Budrass schreibt in seinem Buch "Adler und Kranich": «Die Lufthansa wurde teils bis in die 1960er-Jahre hinein von Männern - Bankiers, aber vor allem Regierungsbeamten - beherrscht, die sie 1926 gegründet hatten und auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht von ihrem Pfad abweichen wollten.»
Aufarbeitung mit Historikern
Die Lufthansa hat die Historiker Hartmut Berghoff, Manfred Grieger und Jörg Lesczenski beauftragt, ihre Rolle zwischen 1933 und 1945 kritisch zu untersuchen. Ein Lufthansa-Sprecher kündigte an: «Im März 2026 wird ein umfassender Geschichtsband erscheinen, der eine ausführliche und historisch fundierte Aufarbeitung der Rolle der Lufthansa in der Zeit von 1933 bis 1945 enthält. Auch eine Ausstellung im neuen Konferenz- und Besucherzentrum befasst sich unter anderem mit der Entwicklung in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland.» Bereits 1999 trat der Konzern einem Entschädigungsfonds für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer bei.
Große Feierlichkeiten im April
Die Hauptfeierlichkeiten finden im April statt – dann jährt sich der erste Flug zum 100. Mal. Am Frankfurter Flughafen eröffnet das neue Besucherzentrum "Hangar One". Dort werden historische Flugzeuge ausgestellt: eine Lockheed Super Star von 1958 und eine Junkers Ju 52 von 1936. Sechs aktuelle Lufthansa-Maschinen tragen eine Sonderlackierung, die das Kranich-Symbol mit "100" und den Jahreszahlen "1926" und "2026" verbindet.
Millionen-Investition für Passagiere
Für die Langstrecke führt Lufthansa die neue "Allegris-Kabine" ein. 187 Millionen neue Artikel wurden angeschafft – von Kissen über Besteck bis zu Tassen für alle vier Reiseklassen. Erstmals erhalten auch Economy-Passagiere kleine Kulturbeutel. Die Speiseauswahl wird erweitert.
Harte Restrukturierung läuft
Hinter den Kulissen läuft ein knallhartes Sparprogramm. 4.000 Stellen werden im Konzern abgebaut. Airline-Chef Jens Ritter erklärt, die Kernfluggesellschaft sei nach dem Restrukturierungsprogramm auf dem Weg zurück in die Profitabilität. Konzernchef Carsten Spohr, der seit Mai 2014 an der Spitze steht, will bis Ende seiner dritten Amtszeit 2028 ein "hochprofitables" Unternehmen erreichen.
Neue Flugbetriebe wie Discover und City Airlines werden mit niedrigeren Tarifverträgen aufgebaut. Flugzeuge und Crews werden von der klassischen Lufthansa und Lufthansa Cityline übernommen. Die etablierten Gewerkschaften wehren sich – weitere Streiks drohen.
Die Lufthansa-Gruppe beschäftigt rund 104.000 Mitarbeiter und betreibt etwa 840 Flugzeuge. Sie ist Europas größter Luftfahrtkonzern und weltweit die Nummer vier nach drei großen US-Unternehmen. Das Wachstum wird derzeit durch Flugzeugknappheit bei Boeing und Airbus gebremst.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.










