290 gegen 5.177 Sprengköpfe: Kann Frankreich Europa schützen?

upday.com 11 godzin temu
Die Bundesregierung bestätigte Gespräche über einen europäischen Atomschirm (Symbolbild - KI-generiert) Upday Stock Images

Die Bundesregierung hat letzte Woche Gespräche über einen europäischen Atomschirm bestätigt. Die Debatte über eine mögliche nukleare Zusammenarbeit zwischen Frankreich und anderen EU-Ländern flammt erneut auf - befeuert durch die potenzielle Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und sein vergangenes Verhalten gegenüber NATO-Partnern.

Bislang garantieren US-Atomwaffen die Sicherheit der anderen 31 NATO-Mitgliedstaaten. Rund 100 amerikanische Nuklearsprengköpfe lagern in fünf europäischen Ländern. In Deutschland sind etwa 15 B61-Atombomben auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert. Die dort stationierten Tornado-Kampfjets sollen durch amerikanische F35 ersetzt werden.

Frankreich als einzige EU-Atommacht

Nach dem Brexit ist Frankreich die einzige verbliebene Atommacht innerhalb der EU. Das Land verfügt laut dem Schwedischen Friedensforschungsinstitut Sipri über 290 Atomsprengköpfe. Zum Vergleich: Die USA besitzen 5177, Russland 5459 und Großbritannien 225 Nuklearwaffen.

Frankreichs Atomstreitkräfte - die «Force de Frappe» - umfassen vier atomgetriebene U-Boote mit Raketen sowie Rafale-Kampfjets. Präsident Emmanuel Macron kündigte eine Modernisierung des Arsenals bis 2035 an, einschließlich Raketen mit größerer Reichweite.

Herausforderungen eines französischen Atomschirms

Die Ablösung des US-Atomschirms würde eine neue Vereinbarung in Kooperation mit der NATO, der EU oder einzelnen europäischen Staaten erfordern. Eine französische Aufgabe der nationalen Kontrolle über die Nuklearwaffen gilt als unwahrscheinlich. Die Stationierung französischer Atomwaffen in anderen europäischen Ländern wäre zwar grundsätzlich möglich, erfordert aber zahlreiche politische Entscheidungen.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte warnte Ende Januar vor enormen Kosten: Der Aufbau eigener nuklearer Kapazitäten würde «Milliarden und Abermilliarden Euro» kosten. Ein weiteres Problem ist die begrenzte Größe und Vielfalt des französischen Arsenals im Vergleich zu den USA oder Russland.

Politische und rechtliche Hürden

Frankreichs Nuklearwaffen unterliegen allein der nationalen Kontrolle des französischen Präsidenten. Ein Wahlsieg der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National bei der Präsidentschaftswahl 2027 würde eine gemeinsame Kontrolle noch fragwürdiger machen.

Eine deutsche Beteiligung müsste auf Vereinbarkeit mit dem Atomwaffensperrvertrag und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag geprüft werden. Frankreich besitzt zudem nur strategische Waffen mit hoher Reichweite und Sprengkraft - keine taktischen Nuklearwaffen wie die amerikanischen B61-Bomben.

Almut Möller vom European Policy Center erklärte, die Option einer eigenen nuklearen Abschreckung sei «nicht unmöglich», aber während eines Krieges in Europa «nicht einfach». Die Europäer könnten der Perspektive einer eigenen nuklearen Abschreckung grundsätzlich nicht ausweichen. Sie betonte zudem, Brüssel sollte den USA nicht die Perspektive eines noch extremeren Rückzugs aus Europa bieten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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