7,8 Mrd. für Europa: Amazon startet Cloud ohne US-Zugriff

upday.com 3 godzin temu
AWS nimmt souveräne Cloud-Infrastruktur in Brandenburg in Betrieb (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Amazon Web Services (AWS) hat in Brandenburg eine "souveräne" Cloud-Infrastruktur in Betrieb genommen. Die Cloud-Sparte des US-Technologiekonzerns Amazon investiert 7,8 Milliarden Euro in die europäische Cloud-Infrastruktur, deren Komponenten vollständig innerhalb der Europäischen Union angesiedelt sind. Das Projekt reagiert auf die wachsende Nachfrage nach digitaler Unabhängigkeit in Europa.

Stéphane Israël, Chef der AWS "European Sovereign Cloud", kündigte den Start am Donnerstag an. «Europa braucht Zugang zu führender Cloud- und KI-Technologie», sagte er. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, «dass sie strengste Souveränitätsanforderungen erfüllen können».

Die neue Infrastruktur soll Organisationen ermöglichen, innovativ zu arbeiten und dabei die vollständige Kontrolle über ihre digitalen Ressourcen zu behalten. «Indem wir eine Cloud aufbauen, die in ihrer Technologie, ihrem Betrieb und ihrer Kontrolle vollständig europäisch ist, ermöglichen wir Organisationen, mit Zuversicht innovativ zu sein und gleichzeitig die vollständige Kontrolle über ihre digitalen Ressourcen zu behalten», erklärte Israël.

BSI definiert strenge Anforderungen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt AWS bei der Entwicklung der Sicherheits- und Souveränitätsmerkmale. BSI-Präsidentin Claudia Plattner betonte: «Außereuropäische globale Produkte müssen so angepasst und eingebettet werden, dass eine sichere und selbstbestimmte Nutzung möglich wird.»

Das BSI fordert den Einsatz von technisch und organisatorisch eigenständigem Personal, das ausschließlich aus EU-Bürgern besteht. Technische Kontrollschichten sollen verhindern, dass Nutzerdaten die EU verlassen. Ein sogenannter Kill-Switch – also eine externe Steuerung oder Abschaltung durch Dritte – muss ausgeschlossen sein.

Hintergrund: Streit um digitale Souveränität

Die EU-Staats- und Regierungschefs fordern seit langem digitale Souveränität, um europäische Unternehmen vor Abhängigkeit von US-Technologie zu schützen. Die Sorgen verschärften sich durch den konfrontativen Kurs der US-Regierung unter Präsident Donald Trump und den sogenannten Cloud Act. Dieses US-Gesetz erlaubt amerikanischen Behörden, Zugriff auf Daten zu verlangen, die von Unternehmen gespeichert werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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