8 Milliarden Dollar: Schwedischer Pensionsfonds verkauft US-Anleihen

upday.com 2 godzin temu
Trump droht Europa wegen möglicher US-Anleihen-Verkäufe mit Vergeltung (Symbolbild - KI-generiert) Upday Stock Images

US-Präsident Donald Trump droht Europa präventiv mit einem «heftigen Gegenschlag», sollte es US-Staatsanleihen verkaufen. Die Warnung erfolgt, obwohl weder die EU-Kommission noch einzelne Mitgliedsstaaten eine solche Drohung ausgesprochen haben. Hintergrund sind Diskussionen auf den Finanzmärkten, die seit dem Grönland-Streit über US-Anleihen als mögliches Druckmittel gegen Trumps Politik nachdenken.

Erste Pensionsfonds verkauften bereits US-Anleihen. Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension trennte sich Anfang der Woche von US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar.

Der schwedische Pensionsfonds Alecta verkaufte am Mittwoch sogar für rund acht Milliarden Dollar – «wegen politischer Risiken in den USA». Anders Schelde, Investmentchef von AkademikerPension, sagte zur Grönland-Krise: «Aber natürlich hat das die Entscheidung nicht erschwert.»

Auch der globale Großinvestor Pimco erwägt eine Trennung von US-Vermögenswerten. Dan Ivascyn, zuständiges Vorstandsmitglied für Investmentpolitik, sagte der «Financial Times»: «Die Politik der amerikanischen Regierung sei schlicht zu unvorhersehbar.»

US-Finanzminister Scott Bessent warnte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: «Ich sage allen: Lehnen Sie sich zurück. Atmen Sie tief durch.» Er bezeichnete US-Anleihen als «den liquidesten Markt, die Basis für alle Finanztransaktionen».

Deutsche Bank im Fokus

Ein Analyst der Deutschen Bank hatte in einer Studie die theoretische Möglichkeit eines europäischen Anleihen-Verkaufs diskutiert. Er schrieb: «Europa besitzt Grönland und auch eine Menge Staatsanleihen. Wir haben den größten Teil des letzten Jahres damit verbracht, zu argumentieren, dass die USA trotz ihrer militärischen und wirtschaftlichen Stärke eine entscheidende Schwäche haben: Sie sind darauf angewiesen, dass andere ihre Rechnungen über große Außenhandelsdefizite bezahlen.»

Finanzminister Bessent kritisierte die Studie öffentlich. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing telefonierte daraufhin mit Bessent, um klarzustellen, dass die Bank die Position des Analysten nicht teilt. Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte die Unabhängigkeit der Research-Abteilung.

Europa größter US-Gläubiger

Die USA haben eine Staatsverschuldung von 38 Billionen Dollar, die weiter steigt. Das Defizit lag im vergangenen Jahr bei 1,7 Billionen Dollar. Europa ist mit mehr als 3,65 Billionen Dollar der größte Gläubiger der USA. Europäische NATO-Länder und Kanada zusammen halten US-Staatsanleihen im Wert von 3,3 Billionen Dollar. Japan hält 1,1 Billionen Dollar, China 0,9 Billionen Dollar.

Märkte reagieren nervös

Der S&P 500 fiel am Dienstag um zwei Prozent und liegt in den vergangenen zwölf Monaten nur bei etwa zwölf Prozent Plus. Der deutsche Dax gewann im gleichen Zeitraum rund 18 Prozent. Die Rendite für zehnjährige US-Anleihen stieg auf 4,3 Prozent. Bei Trumps Zoll-Ankündigungen am «Liberation Day» waren die Renditen innerhalb weniger Tage von 4,2 auf 4,7 Prozent geschossen – Trump hatte daraufhin die Zölle ausgesetzt.

Ein massenhafter Verkauf europäischer US-Anleihen gilt derzeit als völlig unwahrscheinlich. Es gibt keine Anzeichen, dass dies überhaupt erwogen wird. Der Deutsche-Bank-Analyst verwies allerdings auf die Wirkung einer «Verlangsamung unserer Neukäufe von US-Finanzanlagen» – schon weniger Nachfrage würde Druck auf die USA ausüben.

Ein Massenverkauf wäre für beide Seiten schmerzhaft: Die USA müssten höhere Zinsen zahlen, der Dollar könnte abstürzen, der Euro steigen – viele europäische Länder würden in eine Rezession rutschen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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