87,6 Punkte statt erwarteter 88,2 - Ifo-Geschäftsklima enttäuscht zum Jahresstart

upday.com 3 godzin temu
Die deutsche Konjunktur steckt in der Flaute, doch dieses Jahr soll es wieder aufwärtsgehen. (Symbolbild) Christian Charisius/dpa

Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer stagniert unerwartet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verharrte im Januar bei 87,6 Punkten, obwohl Ökonomen im Schnitt mit einem Anstieg auf 88,2 Punkte gerechnet hatten. Das Münchener Forschungsinstitut befragt monatlich 9.000 Unternehmen zu ihrer Geschäftslage.

Ifo-Chef Clemens Fuest zog eine ernüchternde Bilanz: «Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr.» Die Stagnation kommt überraschend, da der Index zuvor zweimal hintereinander gesunken war und Experten eine Erholung erwarteten.

Ökonomen enttäuscht

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, äußerte sich frustriert: «Dass diese ausblieb, ist eine Enttäuschung.» Seine Prognose fällt gedämpft aus: «Die Wirtschaft dürfte sich in diesem Jahr nur zögerlich erholen.» Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einer «Nullnummer zum Jahresauftakt».

Geteilte Entwicklung in den Branchen

Die einzelnen Wirtschaftssektoren zeigen ein uneinheitliches Bild. In der Industrie, im Bau und im Handel verbesserte sich die Stimmung. Das Ifo-Institut stellte fest: «Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften.» Auch die Erwartungen fielen deutlich weniger skeptisch aus. Im Dienstleistungssektor und im Tourismus verschlechterte sich das Geschäftsklima hingegen.

Die Kapazitätsauslastung in der Industrie liegt mit 77,5 Prozent weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt. Hohe US-Zölle und starke Konkurrenz aus China belasten die Betriebe.

Zolldrohungen hinterlassen Spuren

Andreas Scheuerle von der DekaBank sieht einen klaren Zusammenhang mit den US-Zolldrohungen im Grönland-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hatte diese zwar zurückgezogen, «doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben», so Scheuerle. «Unsicherheit ist die Folge.» Die USA setzen Zölle zunehmend als geopolitisches Instrument ein, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

Verhaltener Ausblick

Die Bundesbank rechnet für das erste Quartal nur mit schwacher Konjunkturdynamik und moderatem Wachstum. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Ökonomen etwa ein Prozent Wachstum, getrieben vor allem durch Staatsausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Die deutsche Wirtschaft war 2025 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,2 Prozent gewachsen und hatte damit knapp ein drittes Jahr ohne Wachstum vermieden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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