Norddeutschland erlebt seit Tagen eine extreme Feinstaubbelastung, die die gesetzlichen Grenzwerte deutlich überschreitet. In Hamburg, Schwerin und Wismar wurden Werte von bis zu 95 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen – fast viermal so viel wie der zulässige Grenzwert von 25 Mikrogramm. Die Luftqualität ist schlecht bis sehr schlecht. Ursache ist eine meteorologische Falle: Ein stabiles Hochdruckgebiet und eine Temperaturinversion verhindern den Luftaustausch und lassen Schadstoffe immer weiter ansteigen.
Die aktuelle Messlage zeigt flächendeckend kritische Werte. Neben Hamburg (95), Schwerin (95) und Wismar (89) meldete auch Bornhöved bei Neumünster 90 Mikrogramm, Westerland auf Sylt 87 Mikrogramm und Salzwedel 93 Mikrogramm. Selbst an der Elbmündung bei Cuxhaven wurden noch 73 Mikrogramm gemessen. Laut Umweltbundesamt können die winzigen PM2.5-Partikel tief in die Atemwege eindringen, dort länger verbleiben und die Lunge dauerhaft schädigen.
Die meteorologische Falle
Ein Hochdruckgebiet über Deutschland hat die Luft zusammengepresst und gefangen gehalten. Eine Temperaturinversion – kalte, schwere Luft unten, warme Luft darüber – verhindert die Durchmischung. Gleichzeitig stoßen Verkehr, Heizungen und Industrieanlagen kontinuierlich Feinstaub und Stickstoffdioxid aus. Die Schadstoffe reichern sich Stunde um Stunde an, ohne dass frische Luft nachströmen kann.
Gesundheitsrisiken steigen
Die Feinstaubpartikel dringen tief in die Lungen ein, verursachen Entzündungen und gelangen in den Blutkreislauf. Stickstoffdioxid reizt die Atemwege und verschlimmert bestehende Atemwegserkrankungen. Selbst gesunde Menschen können Müdigkeit, Kopfschmerzen und Halskratzen verspüren. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Asthma, COPD oder Herzproblemen. Nach mehreren Tagen mit sehr schlechter Luftqualität steigen die Krankenhauseinweisungen messbar an. Das Umweltbundesamt rät, bei hohen Schadstoffkonzentrationen körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien zu vermeiden.
Besserung ab Montag erwartet
Ab Montag soll ein flächiges Niederschlagsereignis die Luft reinigen. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es steht ein flächiges Niederschlagsereignis an und das führt auch dazu, dass Luft bereinigt wird.» Ab Mitternacht am Montag wird erwartet, dass die Atmosphäre durch den Schneefall regelrecht reingewaschen wird.
Der Schneefall wird Norddeutschland zweiteilen. Östlich einer Linie von Flensburg bis Hannover werden fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, möglicherweise auch mehr. Westlich dieser Linie fallen zwei bis sieben Zentimeter. In Mecklenburg-Vorpommern ist im Osten auch Eisregen möglich. Nur ein Wetterumschwung mit Wind, Regen oder einem Tiefdruckgebiet kann die Situation nachhaltig verbessern.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








