Anti-Terror-Einheit ermittelt nach Sabotage im olympischen Dorf von Mailand

upday.com 3 godzin temu
Die olympischen Ringe vor dem olympischen Dorf in Mailand vor den Winterspielen 2026 (Symbolbild) (Photo by PIERO CRUCIATTI / AFP via Getty Images) Getty Images

Kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien haben Unbekannte Sanitäranlagen im olympischen Dorf von Mailand massiv beschädigt. Zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar wurden in 70 Zimmern über drei Gebäude hinweg gezielt Duschen zerstört – offenbar mit Fräsen. Die Anti-Terror-Einheit der Staatsanwaltschaft Mailand hat die Ermittlungen übernommen, wie die Zeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf die Polizei berichtet. Die Spiele beginnen am Freitagabend mit einer großen Show im San-Siro-Stadion.

Die Schäden fielen erst durch einen Wasserschaden auf. Der Zugang zum neu errichteten olympischen Dorf ist normalerweise streng kontrolliert und erfordert einen speziellen Ausweis sowie einen QR-Code. Die Ermittler hoffen nun, durch Auswertung von Überwachungskameras Hinweise auf die Täter zu erhalten.

Für die Sicherheit der 2900 Athleten werden in den kommenden zwei Wochen mehr als 6000 Polizisten und andere Kräfte in der 1,3-Millionen-Einwohnerstadt und den weiteren Wettkampforten eingesetzt. Die Winterspiele finden an mehreren Standorten in Norditalien statt, darunter Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten sowie Antholz und Val di Fiemme.

Athleten zeigen sich zufrieden

Trotz des Vorfalls äußern sich die Sportler begeistert über die olympischen Dörfer. Die 24-jährige Eishockeyspielerin Nina Jobst-Smith war die erste deutsche Athletin, die ins Mailänder Dorf eingezogen ist. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es ist großartig. Man kann wirklich erst mitreden, wie es im olympischen Dorf ist, wenn man drin war. Es ist eine tolle Erfahrung, all die anderen Athleten zu sehen und was sie für uns geschaffen haben. Es sind die kleinen, coolen Dinge.»

Eishockey-Kapitänin Daria Gleißner lobte die Zimmer als «sehr clean, sehr schön». Die Räume böten zwei große Schränke und ein schönes Bad. «Es passt eigentlich perfekt», so Gleißner, die im olympischen Dorf auch Kirsty Coventry, Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, auf einen Kaffee traf.

Eisschnellläufer Patrick Beckert, der an seinen fünften Olympischen Spielen teilnimmt, berichtete: «Das olympische Dorf ist gut organisiert, bisschen kleiner als bei den Olympischen Spielen zuvor. Jedoch ist alles da, was wir brauchen. Das heißt auch: Das Essen ist gut und die Zimmer sind groß genug, es ist genug Platz für Stauraum.» Er habe bis jetzt nur Positives zu berichten.

Container-Dorf in Cortina überzeugt

Auch die Unterbringung in Containern in Cortina d'Ampezzo, die im Vorfeld für Bedenken gesorgt hatte, stößt auf positive Resonanz. Der australische Skeletonfahrer Nick Timmings sagte der US-Nachrichtenagentur AP: «Viele Leute hatten vorher Sorgen wegen der Unterbringung in Containern - ob es ausreichend Heizung und funktionierende Sanitäranlagen geben würde und solche Dinge.» Doch die Realität habe diese Befürchtungen zerstreut: «Aber wir sind hierhergekommen, und es ist warm. Die Sanitäranlagen scheinen einwandfrei zu funktionieren. Ich fühle mich sehr wohl.»

Das Mailänder olympische Dorf erstreckt sich über 38.000 Quadratmeter – das entspricht fünf Fußballfeldern oder 21 Eishockeyfeldern. Die sechs siebenstöckigen Gebäude bieten Platz für 1700 Menschen. Das deutsche Team belegt zwei komplette Stockwerke und teilt sich ein Haus mit Polen, Tschechien und der Schweiz. In Cortina stehen rund 1400 Betten in etwa 350 Wohncontainern bereit.

Die positiven Rückmeldungen kontrastieren mit Problemen bei vergangenen Spielen. In Peking 2022 glichen die olympischen Dörfer wegen strenger Corona-Maßnahmen Hochsicherheitszonen. Bei den Sommerspielen in Paris 2024 klagten Athleten über übermäßige Hitze, unbequeme Betten und unzureichende Verpflegung.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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