Begabte Hunde lernen wie Kleinkinder durch bloßes Zuhören

upday.com 15 godzin temu
Der elf Jahre alte Border Collie-Rüde Bryn aus Großbritannien kennt die Namen von etwa 100 Spielzeugen. Helen Morgen/EurekAlert/dpa

Besonders begabte Hunde können Spielzeugnamen lernen, indem sie einfach menschlichen Gesprächen zuhören. Das hat ein ungarisches Forschungsteam der Eötvös Loránd Universität in Budapest herausgefunden. Die in der Fachzeitschrift «Science» veröffentlichte Studie zeigt: Diese sozial-kognitive Fähigkeit war bisher nur bei Menschen bekannt – vergleichbar mit etwa 18 Monate alten Kleinkindern.

Die Forschungsgruppe um Shany Dror testete zehn begabte Hunde, die bereits viele Spielzeugnamen kannten. In der ersten Phase zeigte der Besitzer seinem Hund ein neues Spielzeug etwa eine Minute lang und benannte es dabei. Dann spielten sie drei Minuten ohne weitere Benennung, bevor der Hund bis zu 20 Minuten allein damit spielte. Das wiederholten die Forscher über mehrere Tage mit einem zweiten Spielzeug.

In der zweiten Phase hörten die Hunde die Namen von zwei weiteren neuen Spielzeugen ausschließlich in Gesprächen zwischen zwei Besitzern – nie direkt an sie gerichtet. Nach zwölf Tagen sollten die Tiere eines von neun alten oder eines der zwei neuen Spielzeuge holen.

Überraschende Ergebnisse

Das Ergebnis überraschte: Bei direkter Ansprache brachten 80 Prozent der Hunde das richtige neue Spielzeug. Beim reinen Zuhören waren es 100 Prozent. Dror warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen angesichts der kleinen Stichprobe.

«Unsere Ergebnisse zeigen, dass die sozial-kognitiven Prozesse, die das Erlernen von Wörtern aus mitgehörter Sprache ermöglichen, nicht ausschließlich dem Menschen vorbehalten sind», erklärte die Forschungsleiterin in einer Mitteilung ihrer Universität.

Nicht alle Hunde lernen so

Die Forscher betonen: Diese Fähigkeit ist eine Ausnahme. «Wir gehen aber keineswegs davon aus, dass alle Hunde auf diese Weise lernen – ganz im Gegenteil», sagte Dror auf Nachfrage. Normalerweise lernen Hunde Objektnamen durch wiederholte direkte Ansprache.

Was die begabten Hunde auszeichnet: fortgeschrittene soziale Fähigkeiten wie Blickfolgen, Perspektivenwechsel, Beobachten von Gesprächen und das Verstehen von Absichten. Diese ermöglichen es ihnen, Zielwörter aus Gesprächen zu identifizieren.

Ein Vergleichsexperiment mit typischen Familienhunden – allesamt Border Collies ohne Vorkenntnisse bei Spielzeugnamen – zeigte: Einige holten die richtigen neuen Spielzeuge häufiger als durch Zufall zu erwarten. Die Forscher führen dies jedoch auf eine Vorliebe für Neues zurück, nicht auf echtes Lernen.

Die Studienautoren fordern weitere Forschung: «Zukünftige Forschung sollte weiterhin untersuchen, welche genauen Mechanismen es hochbegabten Hunden ermöglichen, Bezeichnungen zu lernen – und inwieweit sich diese von den Mechanismen kleiner Kinder unterscheiden.»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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