Bis zu zehn Jahre Haft drohen Tilly wegen seiner Putin-Karnevalswagen

upday.com 5 godzin temu
Wegen seiner Putin-Darstellungen wird der Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Russland strafrechtlich verfolgt. (Archivbild) Oliver Berg/dpa

Der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly zieht heute beim Rosenmontagszug erneut mit satirischen Putin-Darstellungen durch die Stadt – trotz eines laufenden Strafverfahrens in Moskau. Den russischen Behörden drohen ihm wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane bis zu zehn Jahre Haft. Doch Tilly lässt sich nicht einschüchtern.

Die russische Justiz wirft dem Bildhauer vor, mit seinen Karnevalswagen die russische Armee und Präsident Wladimir Putin diffamiert zu haben. Das Verfahren läuft bereits seit mehreren Monaten. Tilly ist «Drohungen gewohnt» und will sich «nicht einschüchtern lassen».

Seine diesjährige Putin-Darstellung zeigt den russischen Präsidenten zusammen mit Kirchenpatriarch Kirill in einer provokanten Pose. Tilly prangert damit die Mitverantwortung der russisch-orthodoxen Kirche für den Krieg in der Ukraine an. Ein weiterer Wagen in Düsseldorf zeigt Putin gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. «Alle drei Großmächte sind in den Händen von antidemokratischen Despoten – das ist die Botschaft», so Tilly.

Tilly bleibt gelassen

Dem WDR sagte der Wagenbauer: «Wir werden jetzt nicht extra noch besonders hart sein, das ist auch albern, wir machen einfach gute politische Satire, so wie immer.» Der Rosenmontag sei «ein normaler, wenn auch sehr harter Arbeitstag und wir sind natürlich alle froh, wenn es vorbei ist».

Das Moskauer Verfahren wird ihn allerdings länger beschäftigen: «Nur dank dieses Prozesses ist nach Aschermittwoch diesmal nicht alles vorbei. Es geht natürlich weiter, leider.»

Politische Unterstützung für Tilly

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kritisierte die Strafverfolgung scharf und rief zur Solidarität mit dem Künstler auf. Auch das Festkomitee Kölner Karneval stellte sich öffentlich hinter Tilly.

Köln und Mainz verzichten in diesem Jahr allerdings auf Putin-Motive. Der Zugleiter des Kölner Festkomitees, Marc Michelske, wies Spekulationen zurück, dies geschehe aus Angst vor Repressalien. Die Mainzer Organisatoren wollten «eine gewisse Redundanz vermeiden», da Putin und der Ukraine-Krieg bereits in den Vorjahren Thema gewesen seien.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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