TikToks US-Geschäft ist offiziell in eine neue Firma überführt worden. Die chinesische Muttergesellschaft ByteDance hält nur noch knapp 20 Prozent an dem neuen Joint Venture TikTok USDS – ein drastischer Rückgang nach monatelanger Hängepartie wegen Sorgen vor Einfluss aus Peking.
Die neue Eigentümerstruktur markiert einen Wendepunkt für die Videoplattform. ByteDance, dessen Hauptsitz in Peking die Angst vor Zugriff der chinesischen Regierung auf amerikanische Nutzerdaten schürte, gibt die Kontrolle weitgehend ab.
Neue Eigentümerstruktur
Oracle hält 15 Prozent an TikTok USDS. Die Softwarefirma wird von Milliardär Larry Ellison kontrolliert, einem prominenten Unterstützer von Präsident Donald Trump. Weitere 15 Prozent gehen an die US-Finanzfirma Silver Lake, 15 Prozent an die Firma MGX aus Abu Dhabi.
Auch Computer-Unternehmer Michael Dell und der französische Unternehmer Xavier Niel investieren in das neue Unternehmen. Adam Presser, der zuvor bei TikTok aktiv war, leitet das Joint Venture. TikTok-Chef Shou Chew hält einen der sieben Sitze im Verwaltungsrat.
Daten und Algorithmus unter US-Kontrolle
Die Nutzerdaten amerikanischer TikTok-Nutzer werden künftig in Oracle-Rechenzentren gespeichert. Die neue Firma erhielt zudem eine Kopie der TikTok-Algorithmus-Software, die mit US-Nutzerdaten überprüft und neu trainiert werden soll.
Ein US-Gesetz schreibt vor: Weder die chinesische Regierung noch ByteDance dürfen den Algorithmus kontrollieren. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Befürchtungen zu zerstreuen, chinesische Behörden könnten auf Daten zugreifen oder die öffentliche Meinung manipulieren.
Politischer Hintergrund
Das Gesetz, das ByteDance zur Abgabe der Kontrolle über das US-Geschäft zwang, trat vor rund einem Jahr unter Trumps Vorgänger Joe Biden in Kraft. Demokraten und Republikaner hatten dafür gestimmt.
Nach seinem Amtsantritt setzte Trump die Umsetzung des Gesetzes jedoch aus und verlängerte die Fristen für die Transaktion wiederholt.
Kritik an Trump-Deal
Demokraten warnten in den vergangenen Monaten vor dem geplanten Deal. Trump wolle mehr Kontrolle über Medieninhalte an «seinen Milliardärs-Kumpeln» geben – eine Anspielung auf Figuren wie Larry Ellison.
Der Oracle-Chef ist nicht nur TikTok-Investor. Seine Familie kaufte auch die Hollywood-Firma Paramount und versucht, Warner Bros. Discovery zu übernehmen. Nach der Paramount-Übernahme erlebte der zugehörige Sender CBS einen Newsroom-Umbau – die Berichterstattung über Trumps Lager wurde wohlwollender.
Kritiker von Trumps TikTok-Deal äußerten Bedenken: Die neue Überprüfung und das Neutraining des Algorithmus böten möglicherweise nicht genug Sicherheit gegen potenzielle Manipulation.
TikToks Geschäft außerhalb der USA bleibt von der Umstrukturierung unberührt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.







