Ein Jugendlicher aus Württemberg soll ein 13-jähriges Mädchen aus dem Ausland über Chat erpresst und bedroht haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe gab nun Details zu dem Fall bekannt. Ermittler rechnen den Verdächtigen dem sadistischen Online-Netzwerk «No Lives Matter» zu, das Gewalt verherrlicht und gesellschaftliche Standards abschaffen will.
Der Jugendliche soll von dem Mädchen im vergangenen Jahr kinderpornografische Aufnahmen erhalten haben. Anschließend habe er das Opfer bedroht und weitere solcher Aufnahmen gefordert, teilte das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg bei der Generalstaatsanwaltschaft mit. Ihm droht zudem ein Verstoß gegen das Waffengesetz.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Verdächtigen außerdem vor, vor einem Jahr Graffiti in Bad Herrenalb hinterlassen zu haben. Die Schriftzüge trugen die Aufschrift «No Lives Matter» und weitere nicht näher benannte Inhalte. Die Graffiti hatten damals für Aufsehen und Unruhe in der Stadt gesorgt.
Verbindung zu globalem Netzwerk
Das Online-Netzwerk «No Lives Matter» fördert nach Ermittlerangaben Verbrechen, Selbstverletzung und Tierquälerei. Frühere Angaben der Ermittler verbinden die Gruppe mit dem weltweit agierenden «Com-Netzwerk», das Ermittler mit Erpressung, Kinderpornografie und extremer Gewalt in Verbindung bringen.
Baden-Württembergs Landeskriminalamt und Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) hatten zuletzt vor der sogenannten «Terrorgram-Szene» gewarnt. Die Chatgruppen und Kanäle zeichnen sich durch eine Faszination für extreme Gewalt, Terror und gesellschaftlichen Zusammenbruch aus.
Die Generalstaatsanwaltschaft machte keine Angaben zu einem möglichen Haftbefehl gegen den Jugendlichen oder zu seinem Wohnort. Auch ob die mutmaßlichen Drohungen erfolgreich waren, kommentierten das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft nicht.
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