Erste Ukraine-Friedensgespräche scheitern: Russischer Chefunterhändler hält Geschichtsvorträge

upday.com 2 godzin temu
Russische Staatsmedien beschrieben die Verhandlungsatmosphäre als «sehr angespannt». -/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/dpa

Die erste Verhandlungsrunde zwischen Ukraine und Russland in Genf ist ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Die Atmosphäre sei «sehr angespannt» gewesen, berichteten russische Staatsmedien am Abend unter Berufung auf Verhandlungskreise. Besonders der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski sorgte für Stillstand: Seine historischen Vorträge aus russischer Sicht hätten die politischen Gespräche in eine «Sackgasse» geführt, schrieb der Journalist Barak Ravid vom US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf eigene Quellen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies russische Verhandlungsbereitschaft scharf zurück. «Fantasieplaudereien zu historischen Themen haben für sie (die Russen) größere Bedeutung», sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Medinski, ehemaliger russischer Kulturminister, war bereits in früheren Verhandlungsrunden für ausschweifende Geschichtsvorträge bekannt.

Klare Absage an Truppenabzug

Selenskyj lehnte einen Rückzug ukrainischer Truppen aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk kategorisch ab. «Emotional werden die Menschen das niemals verzeihen. Niemals», sagte er im Interview mit Axios. Die Region ist seit 2014 teilweise von russischen Truppen und Separatisten besetzt.

Gleichzeitig zeigte sich der ukrainische Staatschef offen für ein Referendum über ein Einfrieren des Konflikts. «Ich denke, dass die Menschen das in einem Referendum akzeptieren würden. Das ist meine Meinung», sagte Selenskyj. Seine Regierung und Washington haben bereits vereinbart, dass jedes Friedensabkommen von der ukrainischen Bevölkerung in einer Volksabstimmung gebilligt werden müsste.

Europäische Verbündete erstmals dabei

Erstmals nahmen auch Vertreter europäischer Verbündeter an den Gesprächen teil. Sicherheitsberater aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien waren in Genf anwesend, berichtete der ukrainische öffentliche Rundfunk Suspilne. Die europäischen Partner hatten sich zuvor beschwert, bei den Friedensbemühungen übergangen zu werden.

Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow betonte nach separaten Treffen mit den westlichen Vertretern die Bedeutung gemeinsamen Handelns. «Es ist wichtig eine gemeinsame Sicht und eine Koordination des Vorgehens zwischen der Ukraine, den USA und Europa zu wahren», schrieb er auf Telegram. Die Gespräche sollen am zweiten Tag fortgesetzt werden, vermittelt vom US-Sondergesandten Steve Witkoff.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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