Europols größte Drogen-Razzia zerschlägt Synthetik-Netzwerk in sechs Ländern

upday.com 4 godzin temu
«Sowohl in Deutschland als auch in Europa sind diese Dimensionen bisher einmalig», sagte der Leiter des Zollkriminalamtes, Tino Igelmann, bei einer Pressekonferenz in Köln. Rolf Vennenbernd/dpa

Europol hat in seiner bisher größten Operation gegen synthetischen Drogenhandel 24 Drogenlabore zerschlagen und 85 Verdächtige festgenommen. Die über ein Jahr laufenden Ermittlungen in sechs Ländern richteten sich gegen ein Netzwerk, das Vorläuferchemikalien für die Drogenproduktion importierte und verteilte.

Der Zoll durchsuchte in Deutschland sechs Labore in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Bundesweit nahm der Zoll 45 Personen fest. Die sichergestellten Mengen sind beispiellos: über 800 Kilogramm synthetische Drogen und rund 160.000 Liter hochgiftige Chemikalienabfälle.

Beispiellose Dimensionen

Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamtes, sagte auf einer Pressekonferenz in Köln: «Allein die in Deutschland aufgedeckten Labore verfügten über Produktionskapazitäten von synthetischen Drogen im hohen einstelligen Tonnenbereich. Bundesweit wurden über 800 Kilogramm synthetische Drogen und etwa 160.000 Liter hochgiftige Chemikalienabfälle sichergestellt.» «Sowohl in Deutschland als auch in Europa sind diese Dimensionen bisher einmalig», betonte Igelmann.

Die Europol-Operation, koordiniert aus Polen, führte europaweit zur Beschlagnahme von rund 1.000 Tonnen Chemikalien. Daraus hätten mehr als 300 Tonnen harter Drogen wie MDMA, Amphetamin und Methamphetamin hergestellt werden können. Die Behörden nahmen in Polen zwei mutmaßliche Anführer des Netzwerks fest.

Wie das Netzwerk funktionierte

Die kriminelle Organisation importierte Chemikalien über scheinbar legale Firmen nach Europa. Das Netzwerk versah die Substanzen, die auch von Industrien wie der Pharmazie legal genutzt werden, in Polen mit gefälschten Etiketten und verschickte sie dann in mehrere Länder. Die ungewöhnlich großen Mengen machten die Ermittler misstrauisch.

Andy Kaag, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung der schweren organisierten Kriminalität bei Europol, sprach gegenüber dem niederländischen Radiosender NPO von der «mit Abstand größten Operation» dieser Art. Sie sei «einem schweren Schlag für organisierte kriminelle Gruppen».

Bei Durchsuchungen dutzender Gebäude beschlagnahmten die Ermittler neben den Drogen auch Autos, Immobilien und Bargeld. Synthetische Drogen aus solchen Chemikalien stellen eine besonders große Gesundheitsgefahr dar und sind zudem ein erhebliches Umweltproblem.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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