Haftbefehl gegen Gynäkologen in Bayern – Klinikleitung in Brandenburg gefeuert

upday.com 3 godzin temu
Die Behörden ermitteln wegen Missbrauchsvorwürfen in Bayern und Brandenburg (Symbolbild - KI-generiert) Upday Stock Images

Zwei schwere Missbrauchsvorwürfe im medizinischen Bereich beschäftigen aktuell Ermittler in Bayern und Brandenburg. In beiden Fällen geht es um sexuelle Übergriffe – einmal durch einen praktizierenden Gynäkologen, einmal durch einen Patienten in einer forensisch-psychiatrischen Klinik. Die Behörden haben drastische Konsequenzen eingeleitet.

Gynäkologe in Bayern unter Verdacht

Ein 64-jähriger Frauenarzt steht im Landkreis Rottal-Inn unter Verdacht, mehrere Patientinnen während der Behandlung sexuell missbraucht zu haben. Die Polizei in Straubing durchsuchte am Freitag seine Wohn- und Praxisräume. Die Beamten werfen ihm vor, «sexuelle Handlungen durchgeführt» zu haben.

Gegen den Mediziner wurde ein Haftbefehl erlassen. Das zuständige Amtsgericht setzte den Haftbefehl jedoch gegen umfangreiche Auflagen außer Vollzug. Dem 64-Jährigen wurde dabei ausdrücklich untersagt, medizinische Behandlungen durchzuführen. Die Ermittler prüfen nun, ob weitere Patientinnen von den mutmaßlichen Übergriffen betroffen sind.

Klinikleitung in Brandenburg gefeuert

Wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs durch einen Patienten hat das Gesundheitsministerium die ärztliche Leitung des Maßregelvollzugs in Brandenburg an der Havel fristlos gekündigt. Die Entlassung erfolgte am 3. November, nachdem der Fall bekannt geworden war. «Der Sachverhalt muss vom Gericht aufgeklärt werden», teilte das Ministerium mit.

Der beschuldigte Patient ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter. Das Landgericht Potsdam hatte ihn im Mai 2008 wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Zusätzlich ordnete das Gericht seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Der Mann soll über einen Zeitraum von fünf Jahren ein Mädchen sexuell missbraucht haben. Das mutmaßliche Opfer ist heute erwachsen und nicht die leibliche Tochter des Patienten.

Die entlassenen Ärzte weisen die Vorwürfe zurück. Dem ehemaligen Chefarzt «seien keine Warnungen vor einem Besuch des Mädchens in der Klinik bekannt», erklärte sein Anwalt. «Aus seiner Sicht gebe es Zweifel daran, ob die Vorwürfe zutreffen könnten, weil das Kind als Minderjährige stets in Begleitung der Mutter zu Besuch gewesen sei und es Sicherheitseinrichtungen im Besucherraum gebe.»

Auch die leitende Oberärztin äußerte über ihre Anwältin Zweifel. «Aus der Krankenakte seien zu keinem Zeitpunkt Hinweise hervorgegangen, dass der Angeklagte die Besuche des Mädchens mit seiner Mutter für sexuellen Missbrauch nutzen könne.» Sie habe Zweifel an den Vorwürfen «des sexuellen Missbrauchs an einem Kind für eine Dauer von fünf Jahren, weil die Mutter stets anwesend gewesen sei».

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den beschuldigten Patienten. Weitere Details gab die Behörde mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen und Persönlichkeitsrechte nicht bekannt. In der forensisch-psychiatrischen Einrichtung in Brandenburg an der Havel sind 131 Patienten untergebracht. Der Maßregelvollzug dient der Behandlung von Straftätern mit verminderter Schuldfähigkeit und dem Schutz der Öffentlichkeit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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