Instagram-Nonnen (82, 86, 88): Propst macht Angebot nach Flucht aus Pflegeheim

upday.com 10 godzin temu
Drei über 80-jährige Nonnen dürfen nach ihrer Instagram-Flucht bis auf Weiteres im Kloster Goldenstein bleiben (Symbolbild - KI-generiert) Upday Stock Images

Drei über 80-jährige Nonnen, die im September aus einem Pflegeheim geflohen und in ihr leerstehendes Kloster Goldenstein bei Salzburg zurückgekehrt waren, dürfen dort vorerst bleiben. Propst Markus Grasl, der für die Ordensschwestern zuständig ist, hat am Freitag einen Vorschlag vorgelegt, der ihnen den Verbleib «bis auf Weiteres» erlaubt – allerdings nur unter strengen Auflagen. Die drei Augustiner-Chorfrauen hatten mit ihrer eigenwilligen Aktion und ihrer Präsenz auf Instagram weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Rita (82), Regina (86) und Bernadette (88) hatten sich im September gegen den Willen ihrer kirchlichen Vorgesetzten in ihr altes Kloster zurückgezogen. Über Instagram zeigten sie ihren Alltag – beim Beten, Essen, Putzen – und sammelten massenhaft Unterstützung. Lokale Helfer versorgten die ehemaligen Lehrerinnen mit Essen, Kleidung und medizinischer Betreuung. Sogar ein Treppenlift wurde installiert, damit die Schwestern ihre Zellen im dritten Stock erreichen können.

Die Bedingungen für den Verbleib

Der Vorschlag von Propst Grasl knüpft den weiteren Aufenthalt an klare Vorgaben. Die Nonnen müssen alle Aktivitäten in sozialen Medien einstellen und die für ihr Ordensleben notwendige Klausur – die spirituelle Abgeschiedenheit – wiederherstellen. Zudem muss rund um die Uhr Pflegepersonal zur Verfügung stehen, und eine Ärztin soll die medizinische Versorgung übernehmen. Sollte der Pflegebedarf der Schwestern so stark steigen, dass die Betreuung im Kloster nicht mehr möglich ist, müssen sie in ein Pflegeheim umziehen.

Grasl betonte: «Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Schwestern in einem Pflegeheim umfassend betreut werden würden, nehme aber den Wunsch der drei sehr ernst.» Der Propst hatte zuvor argumentiert, das alte steinerne Klostergebäude sei aus Sicherheitsgründen ungeeignet für die hochbetagten Frauen. Er hatte ihnen auch vorgeworfen, gegen ihr Gelübde des Gehorsams verstoßen zu haben – was die Nonnen zurückwiesen.

Ausblick ungewiss

Die drei Schwestern haben dem Vorschlag noch nicht zugestimmt. Ihre Anwältin soll sich zeitnah äußern. Verhandlungen zwischen den Vertretern beider Seiten hatten am Mittwoch stattgefunden. Der Sprecher von Grasl erklärte laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA, nun liege es an den Schwestern.

Die Nonnen hatten sich bislang kämpferisch gezeigt. Schwester Rita sagte in einem Instagram-Video: «Dann lade ich denjenigen zu einem Wettrennen am Gang ein.» Unterdessen wurde Grasl angewiesen, rund 64.000 Euro an Sozialleistungen zurückzuzahlen. Priester waren zuvor gegen den Willen der Kirchenoberen heimlich ins Kloster «geschmuggelt» worden, um dort Messen zu halten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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