Jeder zweite Wähler in Baden-Württemberg offen für Zusammenarbeit mit der AfD

upday.com 3 godzin temu
Bundeskanzler Friedrich Merz spricht bei einem Wahlkampfauftritt der CDU in Baden-Württemberg. (Symbolbild) (Photo by THOMAS KIENZLE / AFP via Getty Images) Getty Images

Jeder zweite Wähler in Baden-Württemberg ist offen für eine Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa wenige Wochen vor der Landtagswahl 2026. Das Ergebnis steht im Gegensatz zur Position aller relevanten Parteien im Südwesten, die eine Kooperation mit der AfD kategorisch ablehnen.

Die Umfrage unter 1.028 Wahlberechtigten ab 16 Jahren vom 14. bis 22. Januar zeigt ein gespaltenes Bild: 26 Prozent der Befragten finden, Parteien sollten grundsätzlich zu Koalitionen mit der AfD bereit sein. Weitere 24 Prozent befürworten eine fallweise Zusammenarbeit bei konkreten Themen oder Gesetzesprojekten. Zusammen sind das 50 Prozent, die verschiedene Formen der Kooperation unterstützen.

42 Prozent lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD generell ab. Acht Prozent äußerten keine Meinung. Die Fehlertoleranz der Umfrage liegt zwischen 1,3 und 3,1 Prozentpunkten.

Koalitionspräferenzen der Wähler

Jeder fünfte Befragte bevorzugt eine Koalition aus CDU und AfD. Ebenso viele, nämlich 21 Prozent, wünschen sich ein Bündnis aus CDU und Grünen. 13 Prozent favorisieren eine Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP. Nur sieben Prozent sprechen sich für eine Ampel-Koalition aus Grünen, SPD und FDP aus.

Die AfD liegt aktuell in Umfragen zur Landtagswahl bei 20 Prozent und wäre damit drittstärkste Kraft. Rechnerisch wäre eine Koalition aus CDU und AfD möglich. Die CDU hat eine solche Zusammenarbeit jedoch wiederholt kategorisch ausgeschlossen.

Frohnmaier ohne Regierungschance

Markus Frohnmaier, Landeschef der AfD in Baden-Württemberg und stellvertretender Fraktionschef der AfD im Bundestag, tritt als "Ministerpräsidentenkandidat" seiner Partei an. Er kandidiert allerdings nicht für den Landtag und weiß, dass er ohne eine absolute AfD-Mehrheit keine Chance auf das Amt des Regierungschefs hat. Frohnmaier will seine Rolle als stellvertretender Fraktionschef im Bundestag in Berlin behalten.

AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg stuft die AfD im Südwesten als rechtsextremistischen Verdachtsfall ein. Trotz dieser Einstufung könnte die Partei nach aktuellen Umfragen zur größten Oppositionsfraktion im Landtag werden.

Eine ähnliche Umfrage von Infratest dimap für den SWR im Februar 2025 hatte vergleichbare Ergebnisse gezeigt. Damals lag die Zustimmung zur Brandmauer gegen die AfD mit 47 Prozent etwas höher als die aktuelle Ablehnung. Auch dort war etwa die Hälfte der Befragten für eine Zusammenarbeit mit der AfD offen.

28 Prozent der Befragten halten die Präsenz der FDP im neuen Landtag für wichtig. 62 Prozent bewerten sie als nicht wichtig oder wenig wichtig. Die Liberalen liegen in aktuellen Umfragen knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału