Die Ukraine erlebt den härtesten Winter seit Beginn der russischen Invasion. Massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben in Kiew Hunderttausende Menschen ohne Strom und Heizung zurückgelassen – bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius. Die Drei-Millionen-Metropole steht vor einer humanitären Krise, während sich gleichzeitig die politischen Spannungen zwischen Bürgermeister Vitali Klitschko und Präsident Wolodymyr Selenskyj verschärfen.
Über 6.000 Wohnblöcke waren ohne Heizung, mehrere Hunderttausend Einwohner betroffen. Nach russischen Angriffen Ende vergangener Woche blieben Bezirke am Ostufer der Stadt mehrere Tage ohne Strom. Am Dienstag trafen neue Raketenangriffe das Westufer. Rund 300 Wohnblöcke sind weiterhin ohne Heizung, in den Wohnungen sinken die Temperaturen in den einstelligen Bereich – in einer Wohnung wurden nur noch 13 Grad gemessen.
Der Alltag ist für viele zum Überlebenskampf geworden. Stromausfälle dauern teilweise mehr als zehn Stunden. In einem Café schwankte die Spannung zwischen 190 und 250 Volt. Eine junge Verkäuferin an einem Kaffeekiosk konnte wegen des Stromausfalls keinen Kaffee zubereiten. TikTok-Nutzer Taras Nesterenko teilte seine Erfahrung mit tagelangen Ausfällen und Kälte – seine Frau äußerte den Wunsch nach Stromrückkehr.
Staatliche Hilfsmaßnahmen laufen
Der Staat hat sogenannte "Punkte der Unbeugsamkeit" in Schulen und öffentlichen Gebäuden eingerichtet. Dort können Menschen rund um die Uhr Handys und andere Geräte aufladen, Internet nutzen oder sich bei einer Tasse Tee aufwärmen. Viktoria Telehyna, Direktorin des Lyzeums Nummer 100 im Stadtteil Podil, beschrieb dem Kiewer Stadtsender die Versorgung in einem solchen Zentrum. Pawlo Petrow, Sprecher des Kiewer Zivilschutzes, erklärte im Stadtfernsehen, dass während Luftalarms Wärmezelte aufgebaut werden. Der staatliche Sozialdienst versorgt ältere Menschen mit warmem Essen.
Bürgermeister Klitschko versichert, dass die Energieunternehmen an Reparaturen arbeiten. Er räumt Notabschaltungen ein, weist aber Kritik von Präsident Selenskyj zurück, der der Kiewer Stadtverwaltung Untätigkeit vorwirft. Neben Kiew sind auch Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa von der Energiekrise betroffen – doch die Hauptstadt trifft es am schwersten.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



