Moschee für Erdogan fertig - 200.000 Erdbebenopfer leben weiter in Containern

upday.com 2 godzin temu
Nur einige Mauern der Kirche hielten dem verheerenden Beben stand Mirjam Schmitt/dpa

Drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in der Südosttürkei läuft der Wiederaufbau der Stadt Antakya. Im Fokus stehen historische Gebäude wie die griechisch-orthodoxe Kirche und die Habibi-Neccar-Moschee. Doch die Altstadt liegt weiter weitgehend in Trümmern, und rund 200.000 Menschen leben noch immer in Containern.

Am 6. Februar 2023 erschütterten zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,7 und 7,6 die Südosttürkei und den Norden Syriens. In der Türkei starben nach Regierungsangaben mehr als 53.000 Menschen. Elf Provinzen waren betroffen, die Provinz Hatay mit der Stadt Antakya am schwersten.

Wiederaufbau der orthodoxen Kirche

Die griechisch-orthodoxe Kirche aus dem 19. Jahrhundert wird derzeit wiederaufgebaut. Nach dem Beben türmte sich der Schutt bis zu sechs Meter hoch. Die Fertigstellung wird in etwa zwei Jahren erwartet.

Fadi Hurdigil, Vorsitzender der Stiftung der griechisch-orthodoxen Kirche in Antakya, sagte: «Die Kirche ist ein Schirm.» Von den rund 400 Familien der Gemeinde wurden 41 Mitglieder bei dem Beben getötet. Die meisten sind nach Antakya zurückgekehrt, trotz der schwierigen Bedingungen.

Moschee für Erdogan-Besuch fertiggestellt

Die Habibi-Neccar-Moschee aus dem siebten Jahrhundert, laut Kulturministerium in Hatay die älteste Moschee der modernen Türkei, wurde für den Besuch von Präsident Recep Tayyip Erdogan Ende Dezember fertiggestellt. Läden rund um die Moschee wurden nur für den Besuch provisorisch bestückt und geöffnet, danach wieder geschlossen.

Die Opposition kritisierte dies als «Show für Erdogan» und «Potemkinsche Dörfer». Die Regierung wies die Kritik zurück. Erdogan kündigte den Bau von rund 450.000 Wohnungen in den elf betroffenen Provinzen an.

Neue Wohnungen und anhaltende Belastungen

Die neuen Wohnviertel in Hatay entstehen auf einem Berg und am Orontes-Fluss, überwiegend vierstöckige Gebäude. Von ursprünglich rund 700.000 Containerbewohnern leben noch etwa 200.000 Menschen in provisorischen Unterkünften.

Die Altstadt bleibt geprägt von Baulärm, Staub und schlammigen Wegen. Die Ärztekammer warnt vor gesundheitlichen Schäden durch den Baustaub. Das Kulturministerium hat historische Gebäude für den Wiederaufbau markiert.

Hilfe für Kinder

Anwalt Mehmet Ali Gümüs gründete die Organisation «Wir sind hier, Hatay», um Kinder zu unterstützen. Die Organisation bietet ein Café mit Bibliothek und Generator gegen häufige Stromausfälle. Gümüs erklärte: «Routinen sind wichtig und ein Ort, an dem sich die Kinder sicher fühlen.»

Der Antiquitätenhändler Serkan Sincan, der nach dem Beben mit Musik für Optimismus sorgte, betreibt wieder einen Laden in einem wiederaufgebauten Bereich. Hurdigil fragte nachdenklich: «Wird alles gut, wenn es eine Kirche gibt?»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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