Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Generalinspekteur Carsten Breuer haben die Bundeswehr aufgerufen, den neuen Wehrdienst voll zu unterstützen. In einem Tagesbefehl schreiben sie über das ab Januar 2026 geltende Modell: «Er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Bundeswehr und für die Sicherheit unseres Landes». Aktuell erhalten 700.000 junge Menschen Fragebögen, die ihre Eignung und Motivation erfassen.
Der neue Wehrdienst ist Deutschlands Reaktion auf die russische Bedrohung und die veränderten NATO-Ziele. Deutschland will die Bundeswehr von derzeit rund 180.000 auf 260.000 Soldaten aufstocken, zusätzlich plant die Bundeswehr 200.000 Reservisten. Deutschland will das Ziel Anfang der 2030er Jahre erreichen.
Fragebogen-Pflicht für Männer
«700.000 Frauen und Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 erhalten in diesen Tagen einen Fragebogen», heißt es im Tagesbefehl. Männer müssen den 14 Fragen umfassenden Bogen ausfüllen - bei Nichtbeachtung droht eine Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro. Frauen können freiwillig teilnehmen, wenn sie eine Bundeswehr-Karriere anstreben.
Der Fragebogen erfasst körperliche und geistige Eignung, Selbsteinschätzung der Fitness, gewünschte Dienstdauer und Interesse an der Bundeswehr auf einer Skala von eins bis zehn. Zudem erfasst der Fragebogen persönliche Daten wie Alter, Gewicht, Bildungsabschluss und Sprachkenntnisse sowie bevorzugte Einsatzbereiche.
Musterung ab Juli 2027
Ab Juli 2027 beginnt für alle jungen Männer eine verpflichtende eintägige Musterung. Diese umfasst eine medizinische Untersuchung mit Seh- und Urintests sowie Überprüfung von Körpergewicht, Größe, Beweglichkeit und Belastbarkeit. Hinzu kommen computergestützte Tests zu logischem Denken, Sprachverständnis und technischem Wissen sowie ein persönliches Gespräch zu Gesundheit und Wohlbefinden. Arbeitgeber müssen für die Musterung freistellen.
«Bereits in den darauffolgenden Monaten werden die ersten Freiwilligen ihren Dienst antreten», kündigten Pistorius und Breuer an. Die Bundeswehr will den Dienst interessant und fordernd gestalten, um längere Verpflichtungen zu fördern.
Infrastruktur-Herausforderungen
«Der neue Wehrdienst braucht eine Bundeswehr, die geschlossen hinter ihm steht», betonen die beiden Spitzen. Sie räumen ein, dass die Bundeswehr mehr Infrastruktur, mehr Ausrüstung, zusätzliche Unterkünfte und leistungsfähige Musterungszentren braucht. Die Bundeswehr treibt diese Voraussetzungen seit Monaten voran.
Pistorius und Breuer appellierten: «Wer junge Menschen gewinnen will, muss sie ernst nehmen. Wer Leistung fordert, muss Sinn vermitteln.»
Das Verteidigungsministerium muss alle sechs Monate über Fortschritte berichten. Werden die Ziele verfehlt, kann der Bundestag eine Bedarfswehrpflicht beschließen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






