Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist in ein neues Gefängnis verlegt worden – ohne dass ihre Familie oder ihr Anwalt darüber informiert wurden. Ihr Ehemann Taghi Rahmani, der in Paris lebt, verkündete am Samstag im Onlinedienst X: «Diese Maßnahme wurde getroffen, ohne dass ihre Familie oder ihr Anwalt informiert wurden.» Die 53-Jährige befindet sich nun in einer Haftanstalt in Sandschad im Norden Irans.
Zuvor war Mohammadi in einer Einrichtung des Geheimdienstes in Maschhad im Nordosten des Landes festgehalten worden. Dort durfte sie lediglich zwei Telefonanrufe führen – einen mit ihrem Bruder im Iran und einen mit ihrem iranischen Anwalt. Die unangekündigte Verlegung verstärkt die Sorgen um ihr Wohlergehen und ihre Gesundheit.
Die Menschenrechtsaktivistin war am 12. Dezember verhaftet worden, nachdem sie bei einer Gedenkfeier für einen verstorbenen Anwalt eine Rede gehalten hatte. Anfang Februar verurteilte ein Gericht sie wegen «Versammlung und Absprache zur Begehung von Straftaten» zu sechs Jahren Haft. Im gleichen Monat trat sie eine Woche lang in den Hungerstreik, um ihr Recht auf Telefonanrufe durchzusetzen.
Nobelpreiskomitee entsetzt
Das norwegische Nobelpreiskomitee zeigte sich diese Woche «zutiefst entsetzt» über Berichte von «körperlicher Misshandlung und anhaltender lebensbedrohlicher Misshandlung» während ihrer Festnahme und Haft. Die Sorge um Mohammadis Gesundheit wächst – erst im Dezember 2024 war sie vorübergehend aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran entlassen worden, um sich wegen eines Tumors behandeln zu lassen. Das Verlassen des Iran wurde ihr jedoch untersagt.
Mohammadi erhielt 2023 den Friedensnobelpreis für ihr Engagement gegen Kopftuchzwang und Todesstrafe im Iran. Ihre beiden Kinder, die in Paris leben, nahmen die Auszeichnung stellvertretend in Oslo entgegen – sie haben ihre Mutter seit 2015 nicht mehr gesehen. Die Aktivistin verbrachte den Großteil der vergangenen zehn Jahre im Gefängnis und wurde in den vergangenen 25 Jahren wiederholt angeklagt und inhaftiert.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.







