Ökonomen warnen Wirtschaft: AfD bietet nur 'imaginäres Luftschloss'

upday.com 5 godzin temu
Sollten Unternehmerverbände sich Gesprächen mit der AfD öffnen? (Illustration) Georg Wendt/dpa

Führende Ökonomen warnen Unternehmer eindringlich vor engen Kontakten mit der AfD. Der Wirtschaftsberater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), Jens Südekum, und der Wirtschaftsweise Achim Truger kritisierten gegenüber dem Handelsblatt scharf die Annäherung des Verbands der Familienunternehmer an die Partei. Die AfD biete «ein imaginäres Luftschloss», so Südekum.

Der Verband der Familienunternehmer hatte sich kürzlich für Gespräche mit der AfD geöffnet und AfD-Politiker zu einem Parlamentarischen Abend im Oktober eingeladen. Die Entscheidung löste heftige Reaktionen aus: Mehrere Mitgliedsunternehmen kündigten ihren Austritt an, andere forderten eine kritische Auseinandersetzung mit der Partei.

Scharfe Kritik an Verbandsöffnung

Südekum warf dem Verband vor, sich «zum Steigbügelhalter der Rechtspopulisten» zu degradieren. Die AfD werde «kein reales Politikangebot» machen, sondern sich «maximal flexibel zeigen» und die Bühne nutzen, um sich als seriöser Gesprächspartner zu inszenieren. «Es wird kein ehrlicher inhaltlicher Diskurs stattfinden», warnte der Ökonom dem Handelsblatt gegenüber.

Die AfD werde «das tatsächliche inhaltliche Vakuum und die gefährlichen Irrungen in ihrer Wirtschaftspolitik geschickt zu kaschieren wissen», so Südekum weiter. Die Partei verspreche «einfach allen alles» – von einem Rentenniveau von 70 Prozent über massive Steuersenkungen bis zu diversen Förderungen. Dies würde «ein Loch im hohen dreistelligen Milliardenbereich in die öffentlichen Haushalte reißen».

Zweifel an wirtschaftlicher Kompetenz

Truger äußerte sich fassungslos über die Naivität der Familienunternehmer. «Mir ist absolut schleierhaft, wie die Familienunternehmer so naiv sein können, sich von der AfD ernsthaft etwas Positives für die Wirtschaft zu erhoffen», sagte er dem Handelsblatt. Er räumte ein, dass die Lage in manchen Unternehmen «nach vielen Jahren der Krise und immer neuen ökonomischen Schocks sehr angespannt» sei.

Dennoch könnten «vermeintlich einfache Radikalreformphantasien nicht die Lösung sein», betonte der Wirtschaftsweise. Die AfD sei wegen ihrer Haltung zur EU und ihrer «offensichtlichen Russland-Connections» ein «großes Standortrisiko für die exportintensive deutsche Wirtschaft».

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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