Der ukrainische Skeleton-Fahrer Vladyslav Heraskevych riskiert den Ausschluss von seinem olympischen Rennen. Der 27-Jährige besteht darauf, einen Helm mit Bildern von rund 20 im Krieg getöteten ukrainischen Athleten zu tragen – das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das Tragen verboten. Am Donnerstagmorgen um 9:30 Uhr beginnt der Wettbewerb im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo, und Heraskevych hat den umstrittenen Helm bereits im abschließenden Training getragen.
Nach der Trainingseinheit bestätigte er seine Absicht. Auf die Frage, ob er auch im Wettkampf mit dem Helm antreten werde, antwortete er: «Ja, das ist der Plan.» Er stellte zudem die Frage: «Welchen Kompromiss sollten wir finden?» Die Ukraine befindet sich seit fast vier Jahren im Krieg gegen eine russische Invasion.
IOC bietet Alternativen an
Das IOC stuft den Helm als Verstoß gegen die Olympische Charta ein und könnte Heraskevych vom Rennen ausschließen. IOC-Sprecher Mark Adams betonte jedoch: «Wir wollen, dass er teilnimmt. Wir wollen wirklich, dass er seinen Moment hat.» Gleichzeitig räumte er ein: «Ich behaupte also nicht, dass wir eine fertige Lösung haben.» Weitere Gespräche seien geplant.
Das IOC bot Heraskevych Alternativen an, darunter eine Trauerflorbinde und die Möglichkeit, sich in Interviews frei zu äußern. Der Athlet lehnte dies ab. Adams erklärte: «Wir werden immer wieder die vielen, vielen Möglichkeiten aufzeigen, die er hat, um seine Trauer auszudrücken.»
Athlet fühlt sich unter Druck
Heraskevych beschrieb die Situation als belastend und sprach von einem «absurdem Theater». Er betonte: «Es war nie ein Ziel, diesen Konflikt, diesen Skandal zu verursachen. Ich will ein Teil der IOC-Familie sein, ich will ein Teil der olympischen Bewegung sein.» Zugleich sagte er: «Jetzt haben wir ein großes Chaos.»
Eine olympische Medaille sei für ihn «wertlos im Vergleich zu Menschenleben und der Erinnerung an diese Athleten». Er verwies zudem darauf, dass andere Athleten wie der amerikanische Eiskunstläufer Maxim Naumov – dessen Eltern vor einem Jahr starben – Botschaften verbreitet hätten, ohne sanktioniert zu werden. Heraskevych besitzt nach eigenen Angaben nur einen Helm dieses Modells.
Rückhalt aus der Heimat
Der Skeleton-Fahrer erhält «große Unterstützung» von der ukrainischen Olympia-Delegation und Präsident Wolodymyr Selenskyj. «Ich bin sehr dankbar dafür, das ist wichtig für mich», sagte Heraskevych. Er nahm bereits 2018 in Südkorea und 2022 in China an Olympischen Winterspielen teil.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



