Palmer zu N-Wort: «Regulierung treibt Menschen zur AfD»

upday.com 4 godzin temu
Trotz Kritik will Boris Palmer das «N-Wort» weiter verwenden. (Archivbild) Bernd Weißbrod/dpa

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) hat bekräftigt, dass er das sogenannte "N-Wort" weiter verwenden will. Im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe erklärte der 53-Jährige: «Es gibt keinen Grund, einzelne Wörter zu tilgen. Und schon gar nicht zu behaupten, dieses eine einzige Wort - über das wir jetzt natürlich nicht reden - sei schlimmer als Hitler oder Holocaust». Das "N-Wort" ist ein rassistischer Begriff, der früher in Deutschland zur Bezeichnung Schwarzer Menschen gebräuchlich war.

Palmer lehnt die "Moralisierung" einzelner Wörter ab. Auf die Bemerkung des Interviewers, er benutze das Wort weiter, antwortete er: «Natürlich.» Er argumentiert, dass nicht das Wort selbst das Problem sei, sondern der Kontext seiner Verwendung. «Wenn ich darüber rede, dass ein bestimmtes Wort in einem bestimmten Kontext zum Beispiel von einer Autorin benutzt wurde und das Wort dann ausspreche, hat es null und gar nichts Verwerfliches», so Palmer im Podcast.

Die sprachliche Regulierung treibe Menschen zur AfD, warnte Palmer. «Das macht Leute kirre, das treibt sie zur AfD, das macht sie wütend», sagte er über die Moralisierung der Wortnutzung. Er verglich die Situation mit den Begriffen "Hitler" oder "Holocaust": «Da sagen wir doch auch nicht H-Wort. Das ist absurd.»

Vorgeschichte und Partei-Austritt

Palmer hatte das "N-Wort" bereits 2021 in einem Facebook-Post über den ehemaligen Nationalspieler Dennis Aogo verwendet, der einen nigerianischen Vater hat. Die Staatsanwaltschaft Tübingen stellte ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Beleidigung einige Monate später ein. Ein Parteiordnungsverfahren der Grünen endete mit einem Kompromiss, der Palmer zur vorübergehenden Aussetzung seiner Parteimitgliedschaft verpflichtete.

Im Jahr 2022 wurde Palmer als unabhängiger Kandidat im ersten Wahlgang für weitere acht Jahre zum Oberbürgermeister wiedergewählt, nachdem er bereits zwei Amtszeiten absolviert hatte. 2023 trat er nach erneuter Verwendung des "N-Worts" bei einer Migrationskonferenz in Frankfurt aus der Grünen-Partei aus.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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