US-Außenminister Marco Rubio hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz eine versöhnliche Botschaft an Europa gesandt. Der 54-jährige Gesandte von US-Präsident Donald Trump betonte die untrennbare Verbindung zwischen den USA und Europa: «Unser Schicksal ist und bleibt untrennbar mit Ihrem verbunden.» Er kündigte «keine Trennung an, sondern die Wiederbelebung einer alten Freundschaft» – eine deutliche Geste in Zeiten angespannter transatlantischer Beziehungen.
Die Rede markiert einen Kurswechsel im Ton. Vor einem Jahr hatte US-Vizepräsident JD Vance am gleichen Ort noch von einer «Gefahr von innen» gesprochen und europäische Verbündete scharf kritisiert. Sein Auftritt galt weithin als Bruch in der transatlantischen Zusammenarbeit. Rubio schlug nun bewusst andere Töne an – und erntete Applaus im Ballsaal des Bayerischen Hofs.
Kritik an Energie- und Migrationspolitik
Doch Rubio reichte nicht nur die Hand aus. Er übte auch deutliche Kritik an vergangenen europäischen Entscheidungen. Er sprach von einem «Klima-Kult», der zu einer fehlgeleiteten Energiepolitik geführt habe. Europa habe zudem «unsere Türen für eine beispiellose Welle der Massenmigration» geöffnet. Allerdings stellte er klar: «Wir haben diese Fehler zusammen gemacht.» Die USA wollten die Herausforderungen gemeinsam mit Europa angehen.
Rubio beschwor die kulturelle Verbundenheit zwischen den Kontinenten. Er nannte Mozart, Beethoven, Shakespeare und den Kölner Dom als Beispiele europäischer Genialität. «Aber wir werden immer Kinder Europas bleiben», sagte er und sprach von einem «neuen Jahrhundert des Wohlstands» für ein Europa, «das stolz auf sein Erbe und seine Geschichte ist».
Vorsichtige deutsche Reaktionen
Die deutschen Spitzenpolitiker reagierten zurückhaltend positiv. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) bezeichnete Rubios Auftritt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als «sehr verbindlich» und «sehr diplomatisch». Doch er warnte: «Trotzdem muss man ja einfach sehen, wir haben gerade sehr viele Dinge im transatlantischen Verhältnis, die nicht gemeinsam laufen, wo wir Differenzen haben. Und deswegen wäre das Falscheste, was jetzt passieren kann, dass die Europäer sich jetzt zufrieden zurücklehnen und sagen: Jetzt ist wieder alles gut.»
CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sah in Rubios Rede einen Rahmen geschaffen, «in dem über die Meinungsverschiedenheiten im transatlantischen Verhältnis gesprochen werden kann». Kritisch merkte er an, dass konkrete politische Themen wie der Krieg in der Ukraine in der Rede ausgeklammert wurden.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Freitag mit Rubio über die Ukraine-Lage und Europas Rolle in der NATO gesprochen. In seiner eigenen Rede zum Auftakt der Sicherheitskonferenz plädierte er für einen Neustart: «Wir müssen diesseits und jenseits des Atlantiks zu dem Schluss kommen: Zusammen sind wir stärker.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






