Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kyrylo Budanow zum neuen Leiter des Präsidialbüros ernannt. Der 39-jährige Chef des Militärgeheimdienstes HUR übernimmt damit eine Schlüsselposition in Kiew und ersetzt Andrij Jermak, der Ende November nach Hausdurchsuchungen der Korruptionsbehörden zurückgetreten war. Die Ernennung am Freitag signalisiert eine strategische Neuausrichtung: Selenskyj betonte in sozialen Netzwerken, die Ukraine müsse sich künftig stärker auf Sicherheitsfragen, den Ausbau der Verteidigungskräfte und diplomatische Verhandlungen konzentrieren.
Budanow, der den Militärgeheimdienst seit 2020 leitet, gilt als einer der schillerndsten Figuren im ukrainischen Verteidigungsapparat. Ihm werden zahlreiche erfolgreiche Operationen gegen russische Ziele zugeschrieben – darunter die Explosionen auf der Krim-Brücke im Herbst 2022 und Anschläge auf die russische Schwarzmeerflotte. An einigen dieser riskanten Einsätze soll er persönlich teilgenommen und dabei Verletzungen erlitten haben.
Nachfolger von Jermak
Andrij Jermak, langjähriger Vertrauter Selenskyjs und faktisch zweitmächtigster Mann in der Ukraine, war Ende November zurückgetreten. Der Rücktritt erfolgte, nachdem Korruptionsermittler Hausdurchsuchungen durchgeführt hatten. Jermak hatte eine zentrale Rolle in den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges inne und leitete das ukrainische Verhandlungsteam. Ein seit Wochen schwelender Bestechungsskandal erschüttert die ukrainische Staatsführung.
Selenskyj würdigte Budanows besondere Qualifikation: «Kyrylo hat spezielle Erfahrung in diesen Bereichen und die nötige Stärke, um Ergebnisse zu erzielen», schrieb der Präsident. Budanow selbst teilte auf seinem Telegram-Kanal mit: «Es ist für mich eine Ehre und eine Verantwortung, mich in dieser für die Ukraine historischen Zeit auf die entscheidenden Fragen der strategischen Sicherheit unseres Staates zu konzentrieren.» Er fügte hinzu: «Wir müssen weitermachen – den Feind bekämpfen, die Ukraine verteidigen und für einen gerechten Frieden arbeiten.»
Moskaus Feindbild
Aus russischer Sicht ist Budanow einer der wichtigsten Gegner Moskaus. Russland bezeichnet ihn als «Terroristen» und führt ihn auf seiner Todesliste, da er für tödliche Anschläge auf Generäle verantwortlich gemacht wird. Der prominente Moskauer Politologe Sergej Markow kommentierte die Ernennung auf Telegram mit scharfen Worten: Selenskyjs Entscheidung, den «Hauptterroristen» zu ernennen, sei ein aggressives Signal.
Beobachter in Kiew hatten Budanows Berufung erwartet. Sie sehen in ihm einen engen Vertrauten Selenskyjs, der auf US-Linie liegt und eine zentrale Figur für künftige Friedensverhandlungen sein könnte. Die Ernennung fällt in eine entscheidende Phase: Am Samstag treffen sich die Sicherheitsberater von 15 Ländern sowie Vertretern der EU und NATO in Kiew. Am 5. Januar folgen Gespräche auf Ebene der Stabschefs, am Dienstag ein Gipfel der «Koalition der Willigen» in Paris.
Neuer Geheimdienstchef ernannt
Für Budanows Nachfolge beim Militärgeheimdienst HUR ernannte Selenskyj den 56-jährigen Generalleutnant Oleh Ivaschenko, der seit 2024 die Auslandsaufklärung leitete. Der Präsident erklärte, Ivaschenkos Aufgabe werde es sein, Russland wirtschaftlich zu schwächen und Moskaus militärisches Potenzial einzuschränken. «Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, das wirtschaftliche Potenzial Russlands zu schwächen: Je weniger der Aggressor verdient, desto mehr Möglichkeiten gibt es für die Diplomatie», teilte Selenskyj in sozialen Netzwerken mit. Unklar bleibt, wer künftig die Auslandsaufklärung leiten wird.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. In den vergangenen Monaten hat Kiew die Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen intensiviert, um Moskaus Kriegseinnahmen zu kappen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.




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