Eisige Temperaturen setzen Obdachlose in Frankfurt und Berlin unter lebensbedrohlichen Druck. Frankfurt verweist auf ausreichende Hilfsangebote und ruft die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Derweil löst die Entscheidung der Berliner Verkehrsbetriebe, Bahnhöfe nicht als Notunterkünfte zu öffnen, scharfe Kritik aus.
Frankfurt: Stadt appelliert an Bevölkerung
In Frankfurt appellierte Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) laut Nachrichtenagentur dpa an die Öffentlichkeit, bei Kälte aktiv zu werden: «Wer einen Menschen bei Kälte im Freien übernachten sieht, sollte auf jeden Fall Hilfe rufen.» Die Stadt schätzt die Zahl der Obdachlosen auf knapp 300 Menschen.
Das Frankfurter Sozialdezernat betonte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: «In Frankfurt muss niemand auf der Straße schlafen.» Die Stadt verweist auf Notunterkünfte, einen Kältebus für die Nacht und mehr als ein Dutzend Tagesaufenthalte. Auch andere große hessische Städte meldeten ausreichende Kapazitäten in ihren Notunterkünften.
Berlin: BVG lehnt Öffnung ab
Anders in Berlin: Die Berliner Verkehrsbetriebe kündigten an, ihre Bahnhöfe nicht als Übernachtungsmöglichkeit bereitzustellen. Dies gilt trotz angekündigter deutlicher Minustemperaturen. Eine BVG-Sprecherin begründete dies mit Sicherheitsbedenken: «Aus Sicherheitsgründen können wir keine Bahnhöfe als Bleibe über Nacht zur Verfügung stellen.» Frühere Erfahrungen hätten gezeigt, dass sie die Sicherheit in solchen Kältebahnhöfen nicht zuverlässig gewährleisten konnten.
Die BVG schult das Sicherheitspersonal für den Umgang mit Obdachlosen und handele «insbesondere in Phasen extremer Kälte – selbstverständlich mit besonderer Sensibilität und Augenmaß», so die Sprecherin. Die BVG wolle niemanden leichtfertig von den Bahnhöfen verweisen.
Scharfe Kritik an BVG-Entscheidung
Die Entscheidung stieß auf scharfe Kritik. Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken, forderte den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und seinen Senat zum sofortigen Handeln auf: «Niemand in unserer Stadt darf der eisigen Kälte überlassen werden.» Sie betonte: «Alle stehen in der Verantwortung Kältetote zu verhindern.»
In Berlin gibt es nicht immer genug Notunterkünfte für alle Obdachlosen.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für die kommenden Nächte deutliche Minustemperaturen angekündigt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



