USA -7%, China -10%: Deutsche Exporte brechen 2025 ein – 2026 kaum Besserung

upday.com 2 godzin temu
Deutsche Exporteure erwarten für 2026 keine Erholung in den USA und China (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Deutsche Exporteure müssen sich auf ein weiteres schwieriges Jahr einstellen. Für 2026 erwarten Branchenverbände keine Erholung in den beiden wichtigsten Absatzmärkten USA und China. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), sagte der Nachrichtenagentur Reuters: «Wir sehen keine Trendwende, sondern bestenfalls eine Atempause.»

Die Zahlen zeigen das Ausmaß der Krise. Laut Prognosen von Germany Trade & Invest (GTAI), der bundeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft, sollen die Exporte in die USA 2025 um mehr als sieben Prozent auf knapp 150 Milliarden Euro eingebrochen sein. Das China-Geschäft schrumpfte um zehn Prozent auf 81 Milliarden Euro. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für 2026 mit einem mageren Exportwachstum von nur 0,5 Prozent.

US-Zölle belasten Geschäft massiv

Die Hauptlast im Amerika-Geschäft tragen die seit August 2025 geltenden US-Zölle von 15 Prozent auf die meisten EU-Waren. Jandura warnte gegenüber Reuters: «Im US-Geschäft belasten vor allem die seit 2025 erhöhten Zölle auf EU-Waren die Nachfrage nach deutschen Produkten.» Sie wirkten wie eine «dauerhafte Zusatzbelastung auf Preise und Margen».

Hinzu kommen strukturelle Probleme am Standort Deutschland. Der BGA-Präsident nannte «hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und eine schwache Investitionsdynamik». Auch der vergleichsweise starke Euro erschwere das Geschäft. «In der Summe verliert Deutschland damit weiter an Exportmarktanteilen», so Jandura.

China setzt auf eigene Champions

In China verschärft sich die Lage durch die dortige Industriepolitik. Jandura erklärte Reuters: «Die chinesische Industriepolitik setzt konsequent auf Importsubstitution und den Aufbau eigener nationaler Champions.» Besonders betroffen sind deutsche Schlüsselindustrien wie Automobil, Maschinenbau und Chemie, die Marktanteile an chinesische Wettbewerber verlieren.

Viele deutsche Unternehmen reagieren mit Produktionsverlagerungen. Sie bauen ihre Fertigung in China aus oder investieren in anderen asiatischen Ländern. «Das stabilisiert häufig den globalen Umsatz, führt aber dazu, dass weniger aus Deutschland exportiert wird», sagte Jandura. Seine Bilanz: «Viele Unternehmen sind global erfolgreich – aber nicht mehr automatisch aus Deutschland heraus.»

DIHK fordert politisches Handeln

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov mahnte gegenüber Reuters: «Auch 2026 wird kein Befreiungsschlag.» Sie forderte grundlegende Reformen: «Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit durch verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen zurückgewinnen.»

Zugleich drängte Melnikov auf eine Diversifizierung der Handelsbeziehungen: «Gleichzeitig dürfen wir nicht länger von wenigen Handelspartnern abhängig sein.» Als Schlüssel nannte sie EU-Freihandelsabkommen. Der DIHK empfiehlt deutschen Firmen, neue Märkte in Indien, Indonesien und anderen südostasiatischen Ländern zu erschließen. Chancen sieht der Verband 2026 auch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in Technologie- und Dienstleistungsnischen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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