Eine ukrainische Delegation ist auf dem Weg in die USA, um mit ranghohen Vertretern der Regierung von Präsident Donald Trump über Wege zu einem Ende des russischen Angriffskriegs zu sprechen. Die Gespräche in Florida finden statt, während Russland seine militärischen Attacken fortsetzt – in der Nacht zu Samstag töteten Raketen und Drohnen auf Kiew sechs Menschen und verletzten Dutzende.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte in einer Videobotschaft am Samstagabend an, dass Rustem Umjerow, Leiter des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, «zusammen mit dem Team bereits auf dem Weg in die Vereinigten Staaten» sei. Das Treffen am Sonntag soll mit US-Außenminister Marco Rubio, Sondergesandtem Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner stattfinden.
Selenskyj zeigte sich optimistisch: «Es ist realistisch, in den nächsten Tagen die Schritte zu finalisieren, um zu bestimmen, wie der Krieg würdig beendet werden kann.» «Die Ukraine arbeitet weiterhin auf möglichst konstruktive Weise mit den Vereinigten Staaten zusammen», betonte der Präsident.
Macron empfängt Selenskyj in Paris
Parallel lädt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Selenskyj für Montag nach Paris ein. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sagte der Zeitung La Tribune Dimanche: «Wir werden Präsident Selenskyj am Montag in Paris willkommen heißen, um die Verhandlungen voranzubringen.» Man werde über «die Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden» sprechen.
Barrot warnte: «Frieden ist in Reichweite, wenn Wladimir Putin seine wahnhafte Hoffnung aufgibt, das Sowjetimperium wiederherzustellen, indem er zuerst die Ukraine unterwirft.» Der Kreml-Chef müsse einen Waffenstillstand akzeptieren oder sich neuen Sanktionen aussetzen, «die seine Wirtschaft erschöpfen werden, sowie verstärkter europäischer Unterstützung für die Ukraine».
Militärische Eskalation hält an
Die diplomatischen Bemühungen stehen im Kontrast zur Lage an der Front. Russland feuerte in der Nacht zu Samstag nach ukrainischen Angaben fast 600 Drohnen und 36 Raketen ab. In Kiew schnitt der Angriff mindestens 500.000 Einwohner zeitweise von der Stromversorgung ab. Die Angriffswellen erfolgten gegen ein Uhr und gegen sieben Uhr morgens, Entwarnung gab es erst kurz vor 9:30 Uhr.
Die Ukraine setzte ihrerseits am Samstag Seedrohnen gegen zwei leere russische Öltanker im Schwarzen Meer ein. Die Schiffe – Kairos und Virat – waren auf dem Weg zum wichtigen russischen Ölterminal Noworossijsk. Kiew bezeichnet solche Tanker als «Schattenflotte», die Russlands Kriegsführung durch Ölexporte finanziere.
Moldawien schließt Luftraum wegen Drohnen
Auch Moldawien ist von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Das Land schloss am Freitagabend für rund eine Stunde und zehn Minuten seinen Luftraum, nachdem zwei nicht identifizierte Drohnen über moldawisches Territorium geflogen waren. Das Verteidigungsministerium sprach von einer «Notfallmaßnahme» wegen einer «direkten Bedrohung der Luftfahrtsicherheit». Die moldawische Präsidentin warf Russland vor, ihr Territorium für Angriffe auf die Ukraine zu nutzen.
Umbruch im ukrainischen Verhandlungsteam
Die Ukraine formierte ihre Delegation neu, nachdem Andrij Jermak, Selenskyjs früherer Stabschef, am Freitag zurückgetreten war. An seinem Wohnsitz hatten Korruptionsermittler Durchsuchungen durchgeführt. Delegationsleiter Umjerow, der Jermak nicht nach Florida begleitet, war bereits mehrfach in Istanbul zu Gesprächen mit russischen Vertretern gewesen – unter anderem über Gefangenenaustausche.
US-Sondergesandter Witkoff plant für die erste Hälfte der kommenden Woche eine Reise nach Moskau. Er will dort auch ukrainische und EU-Vorschläge besprechen, die in einen überarbeiteten Friedensplan von Trump einfließen sollen.
Russland besteht jedoch weiterhin auf umfangreichen Gebietsabtretungen im Donbass, einem Verzicht der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft und einer stark begrenzten Verteidigungsarmee.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.







