Deutsche Exporte in die USA sind im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent eingebrochen. Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat den Handel massiv belastet. Nun droht eine weitere Eskalation: Trump kündigte am Samstag zusätzliche Zölle von zehn Prozent ab 1. Februar und 25 Prozent ab 1. Juni an – verknüpft mit dem Grönland-Konflikt.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen das Ausmaß der Krise. Von Januar bis November 2025 gingen deutsche Waren im Wert von 135,8 Milliarden Euro in die USA – ein Rückgang um 9,4 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe aus den USA um 2,2 Prozent auf 86,9 Milliarden Euro.
Der deutsche Exportüberschuss mit den USA schrumpfte um fast ein Viertel auf 48,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch ein Rekordhoch von 64,8 Milliarden Euro erreicht. Die Statistiker erklärten: «Dies ist der niedrigste Wert für diesen Zeitraum seit dem Pandemiejahr 2021.»
Autoindustrie besonders getroffen
Die deutsche Autoindustrie traf es besonders hart. Exporte von Kraftwagen und Kraftwagenteilen in die USA brachen um 17,5 Prozent auf 26,9 Milliarden Euro ein. Auch der Maschinenbau verzeichnete einen Rückgang um neun Prozent auf gut 24 Milliarden Euro.
Einzig die Pharmaindustrie zeigte sich robust. Die Ausfuhren stiegen leicht um 0,7 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro. Auch die Importe pharmazeutischer Produkte aus den USA legten um 8,1 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro zu.
Neue Zoll-Drohungen wegen Grönland
Trump hat Deutschland und sieben weitere europäische NATO-Staaten ins Visier genommen. Die angekündigten Zölle sollen so lange gelten, bis die Beteiligten eine Vereinbarung über den «vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands» erreichen. Die Drohungen riskieren eine Eskalation im Handelsstreit zwischen Brüssel und Washington.
Die EU erwägt als Gegenmaßnahme, ausgesetzte Zölle auf US-Waren im Wert von 93 Milliarden Euro zu aktivieren. Ein im Sommer 2025 ausgehandeltes Handelsabkommen zwischen den USA und der EU liegt auf Eis.
«Risikogeschäft statt Wachstumsmarkt»
Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, sieht schwarz für deutsche Exporteure. «Der US-Markt dürfte auf absehbare Zeit für deutsche Exporteure kein Wachstumsmarkt mehr sein, sondern ist zum Risikogeschäft mutiert», erklärte er.
Der Ökonom geht davon aus, dass die deutschen Ausfuhren in die USA weiter schwächeln werden – selbst wenn sich die Grönland-Zölle abwenden lassen. «Spätestens jetzt ist klar: Die USA sind bis auf Weiteres kein verlässlicher Handelspartner und Absatzmarkt mehr», so Dullien. «Selbst gerade geschlossene Vereinbarungen können über Nacht wieder hinfällig sein, wenn Donald Trump eine neue Laune bekommt.»
Auch Dirk Jandura, Präsident des Exportverbands BGA, kritisierte Trumps Vorgehen. Deutsche Händler würden verstärkt nach alternativen Märkten suchen.
China überholt USA als wichtigster Partner
Die Verschiebung im Welthandel ist bereits Realität. China hat die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China erreichte von Januar bis November 2025 rund 231 Milliarden Euro. Mit den USA lag der Wert bei 222,8 Milliarden Euro.
Hinweis: Künstliche Intelligenz (KI) hat diesen Artikel erstellt.






