Watergate-Zeitung im Umbruch: Post-Chef tritt nach Massenentlassung zurück

upday.com 3 godzin temu
Auf die Entlassungen bei der «Washington Post» folgt eine weitere Veränderung. (Archivbild) Andrej Sokolow/dpa

Will Lewis, Publisher und CEO der «Washington Post», hat seinen Rücktritt erklärt – mit sofortiger Wirkung. Die Entscheidung kommt nur wenige Tage nachdem die traditionsreiche Zeitung massive Entlassungen angekündigt hatte. Der Schritt löste in der Branche und innerhalb der Redaktion große Empörung aus.

Die Sparmaßnahmen treffen die «Washington Post» hart. Etwa ein Drittel der Belegschaft muss gehen, darunter rund 300 Journalisten. Betroffen sind unter anderem die Sportredaktion, das Literaturressort und die Auslandsberichterstattung. Jeff D'Onofrio, der bisherige Finanzchef, übernimmt Lewis' Aufgaben übergangsweise.

Kritik an Lewis' Führung

Lewis begründete seine Entscheidungen mit der Notwendigkeit, eine nachhaltige Zukunft für die Zeitung zu sichern. Die Redaktion hatte den CEO jedoch bereits seit Längerem für mangelnde Präsenz kritisiert. Besonders seine Abwesenheit während der Entlassungsankündigung diese Woche sorgte für Entrüstung unter den Mitarbeitern.

Die Personalvertretung stellte öffentlich die Frage, ob Eigentümer Jeff Bezos weiterhin bereit sei, in die Rolle der «Washington Post» als unabhängiges Medium zu investieren. Der Amazon-Gründer besitzt die fast 150 Jahre alte Zeitung seit 2013.

Bezos in der Kritik

Bezos selbst betonte die zentrale journalistische Aufgabe der Zeitung und verwies auf einen datengestützten Ansatz für die inhaltliche Ausrichtung. Chefredakteur Matt Murray bestätigte das Engagement des Eigentümers. Dennoch steht Bezos wiederholt in der Kritik – mehrfach haben renommierte Journalisten die Zeitung verlassen.

Besonders umstritten war seine Entscheidung vor der US-Wahl im November 2024. Bezos blockierte die Veröffentlichung einer bereits verfassten Wahlempfehlung für Kamala Harris, die Kontrahentin von Donald Trump. Solche Empfehlungen sind in US-Medien eigentlich üblich.

Tradition und Wandel

Die «Washington Post» hat journalistische Geschichte geschrieben. Anfang der 1970er-Jahre deckten die Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward den Watergate-Skandal auf, der zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon führte. Nun steht die Zeitung vor wirtschaftlichen Verlusten und einem tiefgreifenden Umbau.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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