Alexander Zverev (ATP-Nummer drei) hat sein Auftaktmatch bei den Australian Open gewonnen – und anschließend scharf gegen seine Kritiker ausgeteilt. Nach dem 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2-Erfolg gegen den Kanadier Gabriel Diallo machte der 28-Jährige im Interview mit Ex-Topspielerin Andrea Petkovic deutlich: Er brauche keine ständigen Ratschläge von außen.
Der Olympiasieger von 2021 verlor den ersten Satz nach 55 Minuten im Tiebreak und leistete sich zwölf vermeidbare Fehler. Bei rund 30 Grad in der Rod Laver Arena fand er danach jedoch seine Form. Zverev spielte aggressiver, verbesserte sein Returnspiel und dominierte die folgenden drei Sätze klar.
Nach dem ersten Satz habe er sich gesagt: «Schlechter kann es nicht werden», erklärte Zverev. Er habe seinem Gegner zu viele Chancen gegeben und zu defensiv gespielt. «Das Übliche halt in einem Erstrunden-Spiel bei einem Grand Slam von mir.»
Deutliche Ansage an Experten
Dann teilte er gegen seine Kritiker aus. Zverev sagte im Interview in der Rod Laver Arena: «Das ist die Art und Weise, wie ich spielen muss. Ich weiß das. Ich brauche keine 58 Experten, um mir das zu sagen, oder 80 Millionen Deutsche, die mir das bei jedem einzelnem Grand Slam sagen, den ich spiele.»
Die Aussage richtet sich auch an Boris Becker. Deutschlands Tennis-Legende hatte Zverev in der Vergangenheit kritisiert und einen neuen Trainer gefordert. Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft, die Ende des vergangenen Jahres öffentlich Risse bekam.
Becker zeigt sich versöhnlich
Nach Zverevs erstem Auftritt in Melbourne schlug Becker bei Eurosport versöhnlichere Töne an: «Er verliert fast wie alljährlich den ersten Satz. Aber hinten raus lief es dann ziemlich gut.» Und weiter: «Es war insgesamt eine sehr solide Leistung.»
Für Zverev geht es am Mittwoch in der zweiten Runde weiter. Er trifft entweder auf den Australier Alexei Popyrin oder den Franzosen Alexandre Müller. «Es wird nicht einfacher für mich», sagte der Vorjahresfinalist, der im Vorjahr im Endspiel gegen Jannik Sinner in drei Sätzen verloren hatte.
Hanfmann fordert Alcaraz
Auch Yannick Hanfmann (34) zog in Melbourne in die zweite Runde ein. Der Karlsruher Davis-Cup-Profi besiegte den amerikanischen Qualifikanten Zachary Svajda nach 2:51 Stunden mit 7:5, 4:6, 6:4, 7:6 (7:3) auf dem neuen Party-Court 6.
Hanfmann trifft nun voraussichtlich am Mittwoch auf den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz. Der Spanier spielte zum Redaktionsschluss noch gegen den Australier Adam Walton. Hanfmann äußerte gemischte Gefühle: «Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge. Einerseits freut man sich auf diese speziellen Matches. Andererseits will ich bei einem Grand Slam gerne auch einmal weit kommen. Und das wird gegen Carlos natürlich schwer.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






