Die Silvesternacht in Deutschland hat zwei Todesopfer, Hunderte Verletzte und bundesweit Angriffe auf Einsatzkräfte gebracht. Allein in Berlin nahm die Polizei über 400 Verdächtige fest. Trotz der Gewalt bewerteten viele Behörden die Nacht als weniger problematisch als in den Vorjahren.
In Bielefeld starben zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebastelter Pyrotechnik. Einer der beiden erlitt tödliche Verletzungen im Gesicht durch selbstgebastelte Pyrotechnik.
Das Unfallkrankenhaus Berlin behandelte bis zum Neujahrsmorgen 25 Patienten mit schweren Handverletzungen. Die Klinik berichtete von «Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand». Besonders dramatisch: Acht der Verletzten waren Kinder. «Besonders schlimm ist aber, dass wieder acht Kinder dabei sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer verändert hat», hieß es vom Krankenhaus.
Berlin: Über 400 Festnahmen trotz ruhigerer Lage
Die Berliner Polizei zog eine verhalten positive Bilanz. Polizeisprecher Florian Nath sagte: «Wir haben keine schweren Verletzungen bei Kollegen und auch nicht bei feiernden Menschen. Und wir haben auch nicht so schwere Vorkommnisse und Sachbeschädigungen wie im letzten Jahr.»
Dennoch nahm die Polizei mehr als 400 Verdächtige vorübergehend fest. 14 Personen kamen in Unterbindungsgewahrsam. Gegen sieben mutmaßliche Täter beantragte die Polizei Haftbefehle, teilweise wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Beamten stellten kiloweise illegale Pyrotechnik sicher.
21 Polizisten erlitten leichte Verletzungen, überwiegend Knalltraumata durch Böllerbeschuss oder durch Widerstand von Festgenommenen.
Die Feuerwehr rückte zwischen Mitternacht und 2.30 Uhr zu 723 Einsätzen aus – meist kleine Brände in Mülltonnen sowie Hilfeleistungen für Verletzte oder Betrunkene.
Angriffe auf Einsatzkräfte in mehreren Städten
In Frankfurt zählten Feuerwehr und Rettungsdienst über 550 Einsätze in der Zeit zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens. Die Branddirektion registrierte 166 Brände, elf Hilfeleistungen und 269 Rettungsdienstfahrten. «Mehrfach kam es vor, dass Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen wurden», teilte die Feuerwehr mit. Ein Feuerwerkskörper verletzte einen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes.
In Hamburg konnten zehn verletzte Polizisten ihren Dienst nicht fortsetzen.
In Bremen erlitten fünf Beamte Knalltraumata.
In Bremen-Tenever wuchs eine Menschenmenge bei einem Kindergartenbrand auf 50 Personen an, die Einsatzkräfte mit Böllern bewarfen.
In Essen beschossen Unbekannte Feuerwehrfahrzeuge am Philosophenweg in Freisenbruch mit Feuerwerkskörpern. Ein 24-jähriger Polizist erlitt am Katernberger Markt ein Knalltrauma und musste ambulant behandelt werden.
Große Feiern überwiegend friedlich
Die großen öffentlichen Partys verliefen weitgehend ruhig. In München feierten rund 10.000 Menschen auf der Ludwigstraße. Veranstalterin Katrin Strauch sagte: «Es gab keine Zwischenfälle, überhaupt nichts.» Die Münchner Polizei zählte dennoch über 610 Einsätze, darunter 85 im Zusammenhang mit Bränden.
In Dortmund sprach die Polizei von einer «neutralen Bilanz» ohne größere Vorkommnisse. Die Feuerwehr meldete 65 Brände zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Böller verursachten überwiegend die Brände.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warnte nach den Ereignissen: «Der Spaß endet, wenn Menschen angegriffen werden.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.




