Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat Nordkorea scharf für sein Atomwaffenprogramm kritisiert und einen Drohnen-Vorfall als "Kriegserklärung" verurteilt. Auf einer Pressekonferenz in Seoul warnte er am Mittwoch, Nordkoreas stetig wachsendes Nukleararsenal werde «nicht nur die USA, sondern die ganze Welt bedrohen». Gleichzeitig bot er Pjöngjang erstmals Gespräche ohne Vorbedingungen an – ein klarer Kurswechsel nach der harten Linie seines Vorgängers.
Nach südkoreanischen Angaben produziert Nordkorea jährlich genug atomares Material für zehn bis 20 Atomwaffen. Experten schätzen, dass das Regime bereits Dutzende Atomsprengköpfe besitzt. Nordkorea rechtfertigt sein Atomwaffenprogramm als Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und ihre Verbündeten. Das Land entwickelt zudem ballistische Langstreckenraketen, die die USA erreichen können.
Lee forderte Nordkorea auf, «die Produktion von atomarem Material und die Entwicklung von Interkontinentalraketen» auszusetzen. Er versprach, dass Gespräche «Gewinn für alle» bringen würden. Nordkorea hat auf die südkoreanischen Gesprächsangebote bisher nicht reagiert.
Drohnen-Vorfall löst Ermittlungen aus
Der Präsident verurteilte einen Drohnen-Vorfall von Anfang Januar, den Pjöngjang Seoul angelastet hatte, als «Kriegserklärung» und «gleichbedeutend mit einem Schuss» auf Nordkorea. Lee forderte harte Strafen für die Verantwortlichen. Die südkoreanische Polizei durchsuchte am Mittwoch Büros und Wohnungen von drei Zivilisten im Zusammenhang mit dem Vorfall.
Ein Mann gestand den Drohnenflug. Er erklärte, sein Motiv sei gewesen, die Strahlung einer nordkoreanischen Urananreicherungsanlage zu messen. Die südkoreanische Regierung hatte versichert, nichts von dem Drohnenflug gewusst zu haben, und eine Aktion von Zivilisten für möglich gehalten.
Trump als Schlüsselfigur
Lee sprach mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping über Nordkorea. Er bezeichnete Trump als «einzigartige Figur», deren «Trump-Ansatz» im Umgang mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un helfe. Die USA unterhalten Zehntausende Soldaten in Südkorea, auch zu dessen Schutz.
Lee Jae Myungs Gesprächsangebot markiert einen Kurswechsel. Sein Vorgänger Yoon Suk Yeol hatte einen harten Kurs gegen Nordkorea verfolgt und war wegen der unzulässigen Ausrufung des Kriegsrechts abgesetzt worden. Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Koreakriegs 1953 formell im Kriegszustand. Nordkorea führte seinen ersten Atomtest 2006 durch und hat trotz internationaler Sanktionen wiederholt betont, an seinen Atomwaffen festzuhalten.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






