Zyklon in Südostasien: Fast 600 Tote, Deutscher aus Fluten gerettet

upday.com 45 minut temu
Ein Zyklon hat Sri Lanka schwer verwüstet. Eranga Jayawardena/AP/dpa

Zyklon "Ditwah" hat Sri Lanka verwüstet und mindestens 132 Menschen in den Tod gerissen. Weitere 176 Personen werden nach Überschwemmungen und Erdrutschen noch vermisst, wie das Katastrophenschutzzentrum am Samstag mitteilte. Der Inselstaat rief den Notstand aus.

Der tropische Wirbelsturm war am Mittwoch auf Land getroffen, seine Auswirkungen spürte das Land bereits seit dem vergangenen Montag. Tagelang prasselte heftiger Regen auf Sri Lanka nieder, bevor "Ditwah" am Samstagmorgen in Richtung Indien weiterzog. Rund 75.000 Menschen verloren durch eine Woche starker Niederschläge ihre Häuser. Sri Lanka brachte sie in staatlichen Notunterkünften unter.

Die Schäden sind massiv: Etwa ein Drittel des Landes ist ohne Strom und fließendes Wasser. Der Zyklon störte auch Internetverbindungen. Der Zyklon beschädigte zahlreiche Zugstrecken und Straßen, ebenso Strom- und Telekommunikationsleitungen. Der Zyklon schränkt den Flugverkehr von und nach Sri Lanka ein. Flughäfen leiteten einige Maschinen nach Indien um.

Dramatische Rettung mit deutschem Touristen

Am Samstag gelang Soldaten im Bezirk Anuradhapura eine spektakuläre Rettungsaktion: Sie befreiten 69 Businsassen aus den Fluten, darunter einen deutschen Touristen. Die Operation dauerte 24 Stunden und erforderte den Einsatz von Hubschraubern und Marineschiffen.

Ein Passagier namens Shantha schilderte den lokalen Medien in einer Klinik die dramatischen Momente: «Wir hatten viel Glück. Während wir auf dem Dach waren, brach ein Teil davon ein. Drei Frauen fielen ins Wasser, aber ihnen konnte zurück aufs Dach geholfen werden.»

Soldaten hatten die Passagiere zunächst auf das Dach eines nahegelegenen Hauses geleitet und Seile gespannt, um sie sicher durch die Fluten zu führen. Die Einsatzkräfte brachen einen Rettungsversuch per Hubschrauber ab, weil die Rotorblätter das Dach wegzufegen drohten. Schließlich setzte die Marine Schiffe ein.

Hunderte Tote in ganz Südostasien

Die Katastrophe beschränkt sich nicht auf Sri Lanka. Ein seltener tropischer Sturm, der sich in der Straße von Malakka gebildet hatte, verursachte in mehreren südostasiatischen Ländern verheerende Schäden.

In Indonesien starben mindestens 303 Menschen, vor allem auf der Insel Sumatra. Überschwemmungen und Erdrutsche spülten ländliche Straßen weg und unterbrachen wichtige Verkehrsverbindungen. Der Chef der indonesischen Katastrophenschutzbehörde warnte laut einem Bericht am Samstag: «Es gibt noch Orte, die wir nicht betreten konnten.» Die Zahl der Opfer könne weiter steigen, sagte er: «Die Daten werden sich weiter ändern.»

Thailand meldete mindestens 162 Tote. Der Sturm traf besonders die Handelsmetropole Hat Yai. Rund 2,9 Millionen Menschen in neun der 14 südlichen Provinzen leiden unter den Folgen. Die thailändische Zeitung «Khaosod» bezeichnete die Überschwemmungen als die schlimmsten in der Region seit Jahrzehnten.

In Malaysia starben zwei Menschen.

Indien schickt Hilfe

Indiens Premierminister Narendra Modi drückte den Familien der Flutopfer sein Mitgefühl aus und bot weitere Hilfe an. Am Samstag schickte Indien bereits ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Sri Lanka. Das Nachbarland kündigte an, bei Bedarf weitere Unterstützung zu leisten.

Sampath Kotuwegoda, der Leiter des sri-lankischen Katastrophenschutzzentrums, sagte am Samstag in der Hauptstadt Colombo, die Armee unterstütze die laufenden Hilfseinsätze. Mit Booten und Hubschraubern retten die Soldaten Menschen aus überfluteten Gebieten.

Wissenschaftler warnen, dass solche Wetterereignisse durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden dürften.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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