0,04 Sekunden zu Gold: Aichers erste deutsche Einzel-Medaille seit zwölf Jahren

upday.com 2 godzin temu
Lindsey Vonn ist im olympischen Abfahrtsrennen schwer gestürzt. Jacquelyn Martin/AP/dpa

Emma Aicher hat in Cortina d'Ampezzo Silber im Ski-Abfahrtsrennen gewonnen – die erste individuelle olympische Medaille für das deutsche Alpin-Team seit zwölf Jahren. Die Freude über den historischen Erfolg der 22-Jährigen wurde von einem schweren Sturz der US-Ski-Legende Lindsey Vonn überschattet, der das dramatische Ende ihres viel beachteten Comebacks markierte. Gold ging an die amerikanische Weltmeisterin Breezy Johnson.

Aicher verlor gegen Johnson nur 0,04 Sekunden auf der Piste Olimpia delle Tofane in den Dolomiten. Die Tochter einer Schwedin und eines Deutschen zeigte sich überwältigt von ihrem Erfolg: «Richtig geil», sagte sie nach dem Rennen. Die Nervosität vor dem Lauf sei enorm gewesen. «Ich ging mir selber schon auf den Sack, weil ich nervös war», gestand Aicher. Sie bezeichnete ihre Fahrt als «wild» und beschrieb: «Über jeden Sprung hat es mich aufgerissen.»

Der Erfolg ist der Höhepunkt einer bemerkenswerten Entwicklung. Aicher hatte bereits 2021 bei der WM in Cortina Bronze im Teamwettbewerb gewonnen – ohne vorherige Weltcup-Erfahrung. 2022 folgte Olympia-Silber mit dem Team. Im vergangenen März gelangen ihr zwei Weltcupsiege, in dieser Saison folgten zwei weitere. Bundestrainer Andreas Puelacher nennt seine Schützling eine «coole Henne» und attestiert ihr ein Skigefühl, das mit dem von Vonn vergleichbar sei.

Drama um Lindsey Vonn

Nach etwa 13 Sekunden endete Vonns Olympia-Traum abrupt. Die 41-Jährige hakte mit dem Arm an einem Tor ein, verlor in der Luft die Kontrolle und schlug hart auf der Piste auf. Ihre Knie schienen sich dabei zu verdrehen. Vonn war im Dezember 2024 mit großer Aufmerksamkeit ins Weltcup-Geschehen zurückgekehrt – trotz einer Teilprothese im rechten Knie und einem etwa eine Woche zuvor erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie, das durch eine Schiene gestützt wurde.

Die vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin und Olympiasiegerin von 2010 wollte mit ihrem Comeback Kritiker widerlegen. Ex-Skistar Felix Neureuther hatte im ARD vor dem Rennen seine Sorge geäußert: «Das war die Angst, die ich hatte, dass sie für dieses eine Rennen so versucht, übers Limit drüber zu gehen.» Er ergänzte: «Wenn du so schwer verletzt warst und auch ohne Kreuzband fährst, musst du auch mental über dich hinauswachsen, dass du eine Chance hast.»

Der Sturz der 84-fachen Weltcupsiegerin versetzte die Zuschauer in Schock – darunter Vonns Vater, ihre Schwester und Rap-Star Snoop Dogg. Der sonnige Tag in den Dolomiten wurde überschattet, als Vonn zu Boden ging. Ski-Weltverbands-Präsident Johan Eliasch bezeichnete den Vorfall als «tragisch». Auch Vonns norwegischer Coach Aksel Lund Svindal und Goldmedaillengewinnerin Johnson zeigten sich bestürzt. Selbst Aicher schaute nach dem Sturz sofort weg.

Lob für Aicher

DOSB-Präsident Thomas Weikert würdigte Aichers Leistung als «wahnsinnig tolle Leistung». Er erklärte: «Emma ist schon jetzt ein echter Star auf der olympischen Bühne.» Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann, die Neunte wurde, zeigte sich beeindruckt: «So cool! Wie sie das gemacht und geliefert hat an so einem Tag, das ist echt bemerkenswert.»

Die vielseitige Fahrerin hat bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo weitere Medaillenchancen. Sie startet noch in der Team-Kombination, im Super-G und im Slalom. Ihre Allround-Fähigkeiten gelten als Seltenheit im alpinen Skisport.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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