Das deutsche Biathlon-Quartett hat bei den Winterspielen in Antholz die erste Medaille für Deutschland gewonnen. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß sicherten sich Bronze in der Mixed-Staffel – und erreichten damit erstmals in der olympischen Geschichte dieser Disziplin das Podest. Frankreich gewann olympisches Gold vor Gastgeber Italien.
Die Bronze-Medaille nahm dem deutschen Team sofort den Druck und weckte Hoffnungen auf erfolgreiche Wochen im Biathlon-Mekka Südtirol. Mit einer Strafrunde und drei Nachladungen blieb das Quartett 1:05,3 Minuten hinter Frankreich zurück. Vor 18.000 Zuschauern auf 1.600 Metern Höhe lieferten die vier Deutschen eine geschlossene Teamleistung ab.
Besonders stark präsentierten sich Strelow bei seinem Olympia-Debüt und Nawrath mit fehlerfreiem Schießen. Voigt, die Gesamtweltcupsiegerin, setzte erfolgreich auf ihre Taktik, im Stehendschießen ohne Nachladungen auszukommen. Schlussläuferin Preuß leistete sich zwar eine Strafrunde, hielt aber Bronze sicher.
Emotionen nach historischem Erfolg
Die Freude war überwältigend. Voigt vergoss Freudentränen und sagte: «Ich habe keine Worte und schon ein paar Tränen vergossen. Ich habe die zwei Jungs fragen müssen, ob das wirklich passiert, ich bin unheimlich stolz.» Die 28-Jährige musste ihre vorherige Saison wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig beenden.
Preuß sagte dem ZDF: «Die drei haben einen grandiosen Job gemacht, das hat uns heute gerettet.» Die 31-Jährige ergänzte: «Ich hätte nicht gedacht, dass wir das heute schaffen können. Eine Mixed-Medaille ist so wahnsinnig schwer zu gewinnen, weil es viele starke Teams gibt. Deswegen ist sie schon sehr besonders.» Für Preuß war es das erste Rennen, nachdem sie ihr Karriereende angekündigt hatte.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier feuerte das Team von der Tribüne an und gratulierte: «Dieses Finale war nichts für schwache Nerven. Ich freue mich über die Bronzemedaille - und wir sagen Glückwunsch dem Team.»
Premiere nach drei vergeblichen Anläufen
Deutschland hatte bei den drei vorherigen olympischen Mixed-Staffeln seit 2014 nie das Podium erreicht. Vor vier Jahren bei den Spielen in Zhangjiakou landete ein deutsches Team mit Voigt und Nawrath auf Platz fünf. Das Quartett hatte bei einer Weltmeisterschaft in Lenzerheide bereits Bronze gewonnen – damals mit Selina Grotian statt Voigt.
Im Weltcup hatten die Deutschen in diesem Winter noch kein Podium erreicht. Die zehn verbleibenden Rennen sollen nun weitere Medaillenchancen bieten. Am Montag ist das deutsche Team frei, am Dienstag steht der 20-Kilometer-Einzel der Männer an.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









