Baden-Württemberg rüstet seine Polizisten mit schnittfesten Uniformen aus. Innenminister Thomas Strobl (CDU) stellt die neue Schutzkleidung am Montag vor – eine Reaktion auf die anhaltend hohe Gewalt gegen Einsatzkräfte. Trotz eines leichten Rückgangs der registrierten Fälle erreichte die Zahl der Polizisten, die Opfer von Gewalt wurden, 2025 einen neuen Höchststand.
Im vergangenen Jahr registrierte das Innenministerium 6.299 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte – rund ein Prozent weniger als im Rekordjahr 2024. Doch die Zahl der betroffenen Polizisten stieg auf 14.586 und damit auf einen neuen Rekordwert. 2.535 Beamte wurden verletzt, 16 davon schwer. Das entspricht einem Rückgang der Verletzten um 8,9 Prozent.
Strobl bezeichnete die Gewalt als «gesamtgesellschaftliches Problem», das «längst keine Randerscheinung mehr» sei. Der Ton in der Gesellschaft sei rauer geworden. Die neue «Blaue Uniform 2.0» soll sensible Körperbereiche mit schnittfesten Elementen vor Angriffen schützen. «Wir wollen so alles dafür tun, unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich auch vor brutalsten Angriffen zu schützen», so der Minister.
Messerangriffe auf hohem Niveau
Die Statistik zählte 2025 47 Messerangriffe auf Polizisten – acht weniger als im Vorjahr. Neun Beamte wurden dabei leicht verletzt, zwei schwer. Strobl kommentierte: «genau 47 zu viel.» Im Jahr 2024 war der Polizist Rouven Laur nach einem Messerangriff in Mannheim gestorben. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Gewalttaten gegen Polizisten um 43,4 Prozent.
Auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte wurden 2025 Opfer von Gewalt: Das Innenministerium registrierte 216 Fälle, etwas weniger als im Vorjahr mit 222 Fällen. 91 Helfer wurden dabei verletzt. Die Gewalt gegen Rettungsdienste nimmt seit 2016 nahezu kontinuierlich zu, mit einem Höhepunkt im Jahr 2023.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.
