Die deutschen Handballer haben ihre EM-Generalprobe erfolgreich abgeschlossen. Vor 10.427 Zuschauern in Hannover bezwang das Team von Bundestrainer Alfred Gislason den «Angstgegner» Kroatien mit 33:27 (16:12). Torwart Andreas Wolff avancierte mit 20 Paraden und einem eigenen Treffer zum Matchwinner. Am Donnerstag startet die Mannschaft in Dänemark gegen Österreich ins Turnier.
Bereits im ersten Testspiel hatte Deutschland in Zagreb mit 32:29 gegen die Kroaten gewonnen. In Hannover sorgte vor allem die starke Abwehrarbeit für den zweiten Erfolg gegen das Team von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Lukas Zerbe und Renars Uscins trafen jeweils fünfmal und waren die besten deutschen Werfer.
Wolff mit Gala-Vorstellung
Der Torhüter zeigte eine überragende Leistung und parierte zudem zwei Siebenmeter. Unterstützt wurde er von der inneren Abwehr mit Tom Kiesler und DHB-Neuling Justus Fischer, die mehrere kroatische Ballverluste provozierten. Wolff ersetzte David Späth in der Startformation und rechtfertigte das Vertrauen eindrucksvoll.
Nach einer kurzen Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte, als Kroatien innerhalb von fünf Minuten zum 17:17 ausglich, brachten die Stammkräfte Juri Knorr, Julian Köster und Kapitän Johannes Golla das Team wieder auf Kurs. Ein 4:0-Lauf zum 24:19 stellte die Weichen endgültig auf Sieg. Linksaußen Lukas Mertens nutzte seine Einsatzzeit zur Eigenwerbung und traf ebenfalls. Zur Halbzeit hatte er erklärt: «Wir machen es vorn gut. Wir sind ruhig.»
Gislason ungewohnt zufrieden
Der Bundestrainer applaudierte an der Seitenlinie mehrfach und zeigte den Daumen nach oben – eine ungewohnte Zufriedenheit. Gislason beschreibt das bevorstehende Turnier als das schwierigste seiner Trainerkarriere. Die schwere Auslosung könnte Deutschland bereits in der Hauptrunde auf Olympiasieger Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, WM-Vierter Portugal oder Norwegen treffen.
Die Mannschaft absolviert am Montag einen Medientag, bevor sie am Dienstag ins EM-Quartier nach Silkeborg reist. Der Standort aus dem Vorjahr liegt rund 30 Minuten vom ersten Spielort Herning entfernt. Nach dem Auftakt gegen Österreich folgen im Zweitages-Rhythmus die Vorrundenpartien gegen Serbien und Spanien. Nur die beiden Gruppenbesten erreichen die Hauptrunde.
Einzig Rune Dahmke kam in beiden Testspielen nicht zum Einsatz. Seine EM-Nominierung anstelle des Berliners Tim Freihöfer hatte Gislason im Vorfeld Kritik eingebracht.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



