200 Mal stärker als Morphium: Epibatidin tötete Nawalny qualvoll

upday.com 2 godzin temu
Westliche Staaten präsentieren Beweise für Nawalnys Vergiftung mit Epibatidin (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Westliche Staaten identifizierten das Nervengift, das den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny tötete: Epibatidin. Deutschland, Schweden, die Niederlande und Großbritannien präsentierten auf der Münchner Sicherheitskonferenz Laborergebnisse von Nawalnys sterblichen Überresten. Seine Witwe Julia Nawalnaja wirft Wladimir Putin vor, ihren Mann mit einer chemischen Waffe ermordet zu haben. Die Erkenntnisse werden der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vorgelegt.

Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte in München: «Seine sterblichen Reste enthielten ein besonders starkes Nervengift, Epibatidin, dessen Wirkung 200 Mal so stark ist wie Morphium. Es lähmt den Atem, die Muskulatur, die Opfer ersticken qualvoll.» Behörden brachten Teile von Nawalnys Überresten zur Untersuchung ins Ausland. Der niederländische Außenminister David van Weel kündigte an, die OPCW werde weitere Schritte unternehmen.

Julia Nawalnaja: «Wissenschaftliche Beweise»

Für Julia Nawalnaja bedeuten die Laborergebnisse einen Wendepunkt. «Ich weiß jetzt, das sind nicht mehr nur Worte», sagte sie in München. «Es sind wissenschaftliche Beweise.» Ihr Vorwurf ist direkt: «Wladimir Putin hat meinen Mann mit Hilfe einer chemischen Waffe getötet.» Die Münchner Sicherheitskonferenz bezeichnete sie als schwierigen Ort. «Vor zwei Jahren hatte ich hier den schrecklichsten Tag in meinem Leben», erinnerte sie sich. Damals hatte sie von Nawalnys Tod erfahren.

Westliche Staaten fordern Rechenschaft

Die britische Außenministerin Yvette Cooper forderte Konsequenzen: «Wir zeigen unsere Entschlossenheit, den Kreml und die russische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.» Man müsse das tun, was der Kreml fürchte: die Wahrheit zu berichten und zu verbreiten. Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard sagte der ARD: «Putin sollte im Gefängnis sein.» Sie forderte mehr Druck auf Russland und weitere Sanktionen gegen die Verantwortlichen.

Johann Wadephul betonte: «Die Vergiftung Nawalnys muss Folgen haben.» Sein Tod bleibt «ein herber Schlag für alle Menschen, vor allem in Russland, die die Hoffnung auf ein freies Land nicht aufgegeben haben». Nur russische Behörden hätten die Mittel und das Motiv für die Vergiftung gehabt, heißt es in den Erkenntnissen.

Hintergrund: Nawalnys Tod und frühere Vergiftung

Alexej Nawalny starb am 16. Februar 2024 in einer russischen Strafkolonie. Nawalny galt als prominentester Kreml-Kritiker und führende Figur der Putin-kritischen Opposition in Russland. Er war für seine Anti-Korruptions-Stiftung bekannt.

Bereits im August 2020 vergifteten Unbekannte Nawalny – damals mit dem Nervengift Nowitschok. Er brach in einem Flugzeug in Russland zusammen. Die Berliner Charité behandelte ihn. Nach seiner Rückkehr nach Russland verhafteten ihn Behörden direkt am Flughafen und verurteilten ihn später. Russland begrub ihn 2024 auf dem Borissowskoje-Friedhof in Moskau.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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