58 Prozent besorgt über Preise: Verbraucherschützer fordern Beobachtungsstelle

upday.com 1 dzień temu
Bei den Lebensmitteln fallen Preissteigerungen für viele Menschen besonders ins Gewicht. (Illustration) Boris Roessler/dpa

Mehr als die Hälfte der Deutschen fühlt sich durch steigende Preise persönlich belastet – vor allem Lebensmittel belasten die Haushaltskassen. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Der Verband fordert nun mehr Transparenz bei Supermarktpreisen und eine staatliche Preisbeobachtungsstelle nach französischem Vorbild.

58 Prozent der rund 1.000 Befragten äußerten im November Sorge über die steigenden Lebenshaltungskosten und ihre Haushaltsfinanzen. 42 Prozent zeigten sich weniger oder gar nicht besorgt. Am stärksten spüren die Deutschen die Preissteigerungen beim Einkauf: 68 Prozent nannten Lebensmittel als größte Belastung, nur 16 Prozent Energie und elf Prozent Gesundheitskosten wie Krankenkassen- oder Pflegebeiträge.

Preise seit 2020 um ein Drittel gestiegen

Die Zahlen haben politische Brisanz. Ramona Pop, Vorständin des vzbv, sieht in der verbreiteten Sorge «politische Sprengkraft». Sie verweist auf die Realität in den Verbraucherzentralen: «Wir sehen auch die Beschwerden in den Verbraucherzentralen, dass sich die Menschen über die Preissteigerungen beschweren, über die Mogelpackungen, die im Supermarkt stehen - und wir nehmen auch wahr, dass daraus natürlich Frust entsteht.»

Seit 2020 sind Lebensmittelpreise in Deutschland um etwa ein Drittel gestiegen. Besonders hart trifft das Menschen mit niedrigen Einkommen, für die Lebensmittel und Energie einen relevanten Anteil der Ausgaben ausmachen. Pop betont, «dass ihnen zum Leben sehr wenig übrig bleibt».

Forderung nach Kennzeichnungspflicht

Der vzbv verlangt eine verpflichtende Kennzeichnung in Geschäften, um versteckte Preiserhöhungen durch Mogelpackungen oder verschlechterte Produktqualität – etwa geringerer Fruchtanteil in Säften – offenzulegen. Zudem soll die Bundesregierung eine Preisbeobachtungsstelle einführen, «überhaupt mal rauszufinden, wo die Preise und wie die Preise entstehen», so der Verband.

Pop kritisiert die fehlende Transparenz scharf: «Selbst die Kartellbehörden, alle legen sich die Karten und sagen, man hat da keine richtige Einsicht.» Ob Hersteller oder Händler primär für die Preissteigerungen verantwortlich sind, kann der vzbv wie die Kartellbehörden nicht abschließend klären.

63 Prozent der Befragten sind überzeugt: Die Bundesregierung sollte Verbraucher vorrangig durch Steuer- und Abgabensenkungen entlasten. Nur 32 Prozent sehen Unternehmen als primäre Adressaten staatlicher Entlastung.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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