600 Drohnen, Stabschef weg: Ukraine verhandelt heute mit Rubio in Florida

upday.com 1 godzina temu
US-Außenminister Marco Rubio und Sondergesandter Steve Witkoff treffen ukrainische Delegation in Genf (Symbolbild) (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP via Getty Images) Getty Images

Eine ukrainische Delegation trifft heute Sonntag US-Vertreter in Florida, um über einen amerikanischen Friedensplan für die Ukraine zu verhandeln. Das Treffen findet in einer kritischen Phase statt: Präsident Wolodymyr Zelenskyj verlor am Freitag seinen Stabschef wegen eines Korruptionsskandals, während Russland die Angriffe auf ukrainische Städte massiv verstärkte.

Die ukrainischen Unterhändler unter Führung von Rustem Umerow, dem neuen Chefverhandler, werden in Miami mit US-Außenminister Marco Rubio und Sondergesandtem Steve Witkoff zusammentreffen. Auch Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, wird an den Gesprächen teilnehmen.

Jermak-Rücktritt erschüttert Kiewer Führung

Der Rücktritt von Andrij Jermak am Freitag bedeutet einen schweren Schlag für Zelenskyj. Ukrainische Anti-Korruptionsbehörden NABU und SAPO hatten am frühen Freitagmorgen «Ermittlungsmaßnahmen (Durchsuchungen) im Sitz des Präsidentenbüros» angekündigt. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf ein mutmaßliches Bestechungssystem im Energiesektor, Codename "Midas".

Jermak wies die Vorwürfe in einer Textnachricht an die "New York Post" zurück. «Ich bin ein ehrlicher und anständiger Mensch», schrieb der abgetretene Berater. Er beklagte: «Ich wurde entwürdigt, meine Würde wurde nicht geschützt.» Jermak kündigte an, an die Front gegen Russland zu gehen: «Ich gehe an die Front und bin bereit für jede Vergeltung.»

Friedensplan nach Kritik überarbeitet

Der ursprüngliche US-Friedensplan, den Trump am 19. November mit 28 Punkten vorlegte, stieß auf massive Kritik. Europäische Partner Kiews bewerteten ihn als zu russlandfreundlich. Als die Parteien in Genf verhandelten, reduzierten sie den Plan auf 19 Punkte und überarbeiteten ihn.

Zelenskyj zeigte sich laut ukrainischen Angaben vorsichtig optimistisch. Der geänderte Plan habe «viele gute Dinge berücksichtigt» und könne «machbar» werden, erklärte der ukrainische Präsident. Ein Sprecher des Weißen Hauses räumte laut Medienberichten ein: «Es bleiben einige Details zu klären.»

Zelenskyj berichtete am Samstag über die Mission der Delegation. Er erklärte, Rustem habe an diesem Samstag einen Bericht mit einer klaren Mission vorgelegt: mit Schnelligkeit und Genauigkeit die notwendigen Schritte zu definieren, um den Krieg zu beenden. Die Ukraine arbeite weiterhin auf die konstruktivste Weise mit den USA zusammen.

Laut ukrainischen Regierungsangaben hoffe er, dass die Ergebnisse der Treffen in Genf sich in den USA konkretisieren würden. «Ich erwarte mit Interesse den Bericht unserer Delegation nach ihrer Arbeit an diesem Sonntag», sagte Zelenskyj.

Russische Angriffe intensiviert

Russland verstärkte die Attacken unmittelbar vor den Friedensgesprächen. In der Nacht von Freitag auf Samstag starben mindestens drei Menschen. Die Angriffe verletzten fast 30 Menschen. Zelenskyj berichtete laut ukrainischen Angaben von «36 Raketen» und «fast 600 Drohnen», die «Energieinfrastruktur» und «Zivilisten» attackiert hätten.

Am Samstagmorgen waren 600.000 ukrainische Haushalte ohne Strom, davon 500.000 allein in der Hauptstadt. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte einen «massiven» Angriff auf militärische und energetische Infrastruktur.

Witkoff-Mission nach Moskau

US-Sondergesandter Steve Witkoff wird nächste Woche nach Moskau reisen, um mit Präsident Wladimir Putin zu verhandeln. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge geht es bei den Gesprächen nicht nur um Frieden, sondern auch um wirtschaftliche Beziehungen zwischen den USA und Russland.

Witkoff sagte dem "Wall Street Journal": «Russland verfügt über so viele riesige Ressourcen, riesige Landflächen.» Er fügte hinzu: «Wenn wir all das tun und alle prosperieren und alle daran teilhaben und es für alle Vorteile gibt, dann wird das natürlich ein Bollwerk gegen zukünftige Konflikte dort sein. Denn dann geht es allen gut.»

Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew erklärte dem "Wall Street Journal": «Wir glauben, dass die USA und Russland im Grunde in allen Bereichen der Arktis zusammenarbeiten können.» Eine Lösung in der Ukraine könne die Basis für künftige Beziehungen sein.

Macron empfängt Zelenskyj

Am Montag wird der französische Präsident Emmanuel Macron Zelenskyj in Paris empfangen. Laut Élysée-Kommuniqué vom Samstag werden beide Staats- und Regierungschefs «über die Situation und über die Bedingungen eines gerechten und dauerhaften Friedens sprechen, in Fortsetzung der Genfer Gespräche und des amerikanischen Plans sowie in enger Abstimmung mit unseren europäischen Partnern».

Der frühere ukrainische Generalstabschef Walerij Saluschnyj warnte im "Daily Telegraph" vor übereilten Lösungen. «Wir befinden uns in einer extrem schwierigen Situation, in der ein überstürzter Frieden nur zu einer verheerenden Niederlage und zum Verlust der Unabhängigkeit führen wird», schrieb der jetzige ukrainische Botschafter in Großbritannien.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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