Die bayerischen Gewerkschaften stellen sich gegen die Pläne der Bundesregierung zur Arbeitszeitreform. Delegierte des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bayern verabschiedeten auf ihrer Bezirkskonferenz in Ingolstadt eine Resolution gegen die geplante Abschaffung der täglichen Arbeitszeitbegrenzung. Der Titel: «Acht Stunden sind genug – heute und in Zukunft».
Die Bundesregierung will mehr Flexibilität ins Arbeitszeitgesetz bringen. Statt der bisherigen täglichen Höchstarbeitszeit soll künftig eine wöchentliche Obergrenze gelten. Derzeit schreibt das Gesetz acht Stunden als reguläre Arbeitszeit pro Tag vor. Bis zu zehn Stunden sind erlaubt, wenn im Durchschnitt eines halben Jahres acht Stunden nicht überschritten werden.
Gewerkschaften warnen vor Überlastung
Die DGB-Delegierten betonen, die tägliche Begrenzung der Arbeitszeit müsse ein «unverzichtbares Schutzrecht für die Beschäftigten» bleiben. Der bayerische DGB-Landesvorsitzende Bernhard Stiedl, der am Tag zuvor wiedergewählt worden war, kritisiert die Reformpläne scharf: «Wer heute längere Arbeitstage fordert, blendet aus, wie sehr viele Beschäftigte bereits heute gefordert sind». Er warnt: «Die Belastungsgrenzen sind vielerorts längst erreicht».
Die Debatte hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kürzlich auf einem Neujahrsempfang in Halle befeuert. Er bezeichnete das Arbeitszeitgesetz als verzichtbar. Die CSU fordert eine Änderung des Gesetzes noch in diesem Jahr. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD heißt es: «Deshalb wollen wir im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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