Die Holocaust-Überlebende Tatiana Bucci hat zum Schutz von Kindern weltweit aufgerufen. Die 88-Jährige sprach am Dienstag im EU-Parlament in Brüssel – zum Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz. Sie wünsche sich, dass alle Kinder das Leben führen könnten, das sie nach dem Krieg hatte.
«Alle Kinder der Welt sollten das Leben führen können, das ich nach dem Krieg hatte», sagte Bucci in ihrer Rede. Sie fügte hinzu: «Ich würde mir wünschen, dass alle Kinder der Welt so alt werden können wie ich.»
Bucci wurde 1944 als Sechsjährige zusammen mit ihrer vierjährigen Schwester Andra und ihrer Familie aus dem damals zum faschistischen Italien gehörenden Fiume deportiert. Ziel war das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Bei der Ankunft wurden die beiden Mädchen von ihrer Mutter getrennt und wurden Zeuge des Massenmordes an Juden.
Ihr Cousin Sergio De Simone wurde im November 1944 von Auschwitz in das KZ Neuengamme bei Hamburg verlegt. Dort wurde er Opfer von Menschenversuchen und ermordet. Die Mutter der beiden Schwestern überlebte den Holocaust.
Gedenken an Auschwitz-Befreiung
Sowjetische Soldaten befreiten Auschwitz am 27. Januar 1945. Der Tag ist seit 2005 internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocausts. In Auschwitz wurden von Ende 1940 bis Anfang 1945 mehr als eine Million Menschen ermordet – die meisten von ihnen Juden. Insgesamt töteten Nazi-Deutschland und seine Verbündeten während des Holocausts rund sechs Millionen Juden.
Tatiana Bucci, die heute in der Nähe von Brüssel lebt, und ihre Schwester Andra aus Kalifornien reisen seit Jahrzehnten regelmäßig nach Auschwitz. Dort sprechen sie mit Schülern und jungen Menschen über ihre Erfahrungen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








