Eine deutliche Mehrheit der 16- bis 18-Jährigen in Deutschland lehnt ein Handyverbot an Schulen ab. 56 Prozent sprechen sich dagegen aus, nur 37 Prozent befürworten ein solches Verbot. Das zeigt die repräsentative Jugend-Digitalstudie der Postbank, für die im vergangenen September 1.000 Jugendliche online befragt wurden. Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Smartphone- und Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen zunehmend in den Fokus rückt.
Die Gegner eines Verbots führen vor allem praktische Gründe an: Sie wollen schneller mit Familie und Freunden kommunizieren können. Zudem sehen sie Schwierigkeiten bei der Umsetzung und Kontrolle eines solchen Verbots.
Die Befürworter argumentieren dagegen mit pädagogischen Aspekten. Ein Verbot würde Ablenkungen im Unterricht vermeiden und die Konzentration fördern. Etwa die Hälfte der Befürworter nennt zudem die Reduzierung von Stress durch ständige Erreichbarkeit als wichtigen Grund.
Die befragten Jugendlichen verbringen trotz eines leichten Rückgangs weiterhin sehr viel Zeit online. Im vergangenen Jahr waren es durchschnittlich 65,5 Stunden pro Woche - das entspricht mehr als neun Stunden täglich. Dabei werden PC, Smartphone und Spielekonsolen zusammengerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Online-Zeit um sechs Stunden pro Woche.
International geht der Trend zu schärferen Regelungen. Australien hat als erstes Land Ende des Jahres eigene Social-Media-Konten für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verboten. Frankreich und Großbritannien verfolgen ähnliche gesetzgeberische Initiativen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.










