Leon Draisaitl ist als deutscher Fahnenträger in Mailand eingetroffen und hat am Samstagabend sein erstes Training mit der Nationalmannschaft seit der WM 2019 absolviert. Der 30-jährige Stürmer der Edmonton Oilers appelliert vor dem ersten Gruppenspiel gegen Dänemark am Donnerstag an einen Teamansatz - trotz der Ankunft weiterer deutscher NHL-Profis soll nicht er im Fokus stehen.
Der Kölner kam zwei Tage früher als die anderen acht deutschen NHL-Profis, die am Sonntag erwartet werden. Mit dabei sind Weltkasse-Spieler wie Tim Stützle (Ottawa Senators), Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Philipp Grubauer (Seattle Kraken). Diese Verstärkung freut Draisaitl: «Mir wird das sicher guttun», sagte er. Bei früheren Weltmeisterschaften lag der Fokus oft ausschließlich auf ihm.
Team vor Einzelspieler
Draisaitl betont die kollektive Ausrichtung: «Es ist ganz wichtig, dass Deutschland und die Mannschaft verstehen, dass es um das Team geht und nicht um Einzelne.» Seine Rolle sieht er klar definiert: «Der Mannschaft Spiele zu gewinnen.» Trotz des wohl stärksten deutschen Eishockey-Kaders aller Zeiten warnt er: «Hier ist keine Mannschaft dabei, über die man mal so drüber fliegt.»
Die frühe Anreise dient der Anpassung. Den Jetlag spürt er deutlich: «Der ist auf jeden Fall am Start. Ich bin erst spät eingeschlafen und schon seit fünf Uhr wieder wach», erklärte der NHL-Star. Nationalverteidiger Moritz Müller bezeichnete ihn tags zuvor als «derzeit größten deutschen Sportler».
Eindruck im Training
Trotz der anstrengenden Reise überzeugte Draisaitl im Training. Kai Wissmann von den Eisbären Berlin zeigte sich beeindruckt: «Er hatte jetzt nicht gerade eine entspannte Anreise und trotzdem hat man trotz Müdigkeit gesehen, wie unglaublich gut er ist. Das Niveau sieht man direkt.»
Im olympischen Dorf traf Draisaitl Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. «Das war eine sehr große Ehre, ihn kennengelernt zu haben», sagte der Fahnenträger, der bei der Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion die deutsche Flagge trägt.
Das erste Gruppenspiel gegen Dänemark beginnt am Donnerstag um 21:10 Uhr und wird live in ZDF und Eurosport übertragen. Die NHL gibt ihre Spieler erstmals seit 2014 in Sotschi wieder für Olympia frei. Kanada, die USA und Schweden setzen ausschließlich auf NHL-Profis. Deutschland zeigt sich selbstbewusst: «Wir freuen uns darauf, der Welt zu zeigen, wie gut wir Eishockey spielen können», so Draisaitl. «Wir müssen aber alle unsere Rollen akzeptieren. Dann ist da sehr viel drin.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








