Anschlag auf Berliner Stromnetz: Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorismus

upday.com 1 dzień temu
Ein Kraftstoffcontainer vom Technischen Hilfswerk THW wird auf einem Betriebshof vom THW von einem Tankwagen der Bundeswehr getankt. Christophe Gateau/dpa

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu einem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz übernommen. Der Angriff auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal schnitt am Samstag zunächst 45.000 Haushalte von der Stromversorgung ab. Auch 2.200 Unternehmen im Südwesten der Hauptstadt waren betroffen. Eine mutmaßlich linksextreme Gruppe bekannte sich zu der Tat.

Am Dienstag, drei Tage nach dem Anschlag, blieben noch rund 25.500 Haushalte sowie 1.200 Betriebe ohne Strom. Die Energieversorger rechnen damit, dass bis Donnerstagnachmittag alle Betroffenen wieder ans Netz gehen können.

Verdacht auf Terrorismus

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, verfassungsfeindlicher Sabotage, Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe. Damit übernahm die Bundesanwaltschaft die Untersuchungen von der Berliner Staatsanwaltschaft.

Eine Gruppe namens «Vulkangruppe» bekannte sich zu dem Anschlag. In einem Schreiben an die Behörden hieß es, man habe die Stromversorgung «erfolgreich sabotiert». Die Täter schrieben: «Den Herrschenden den Saft abdrehen».

«Vulkangruppen» seit 2011 aktiv

Die Berliner Verfassungsschutzbehörde ordnet die «Vulkangruppen» dem gewaltbereiten, anarchistischen Spektrum der linksextremistischen Szene zu. Seit 2011 sollen sie Brandanschläge auf wichtige öffentliche Infrastruktur vor allem in Berlin und Brandenburg verübt haben. Die Sicherheitsbehörden registrierten allein 2024 elf Straftaten.

Die wechselnden Namen der Gruppierungen – etwa Grimsvötn, Katla oder Ok – beziehen sich auf isländische Vulkane. Vermutlich inspirierte der Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 die Namenswahl, der wochenlang den europäischen Flugverkehr lahmlegte.

Politische Reaktion

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichneten den Anschlag öffentlich als «Linksterrorismus». Spranger bestätigte zudem die Echtheit des Bekennerschreibens.

In dem Schreiben erklärten die mutmaßlichen Täter, primäres Ziel sei die «fossile Energiewirtschaft» gewesen, nicht die Stromausfälle selbst. Sie hätten jedoch «bewusst und billigend in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen». Die Gruppe schrieb: «In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört».

Als Anschlagsziel nannten sie in ihrem Bekenntnis das Gaskraftwerk Lichterfelde.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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