Grundstückseigentümer müssen bei Schnee und Glatteis deutlich häufiger räumen und streuen als viele annehmen. Die Stiftung Warentest stellt auf ihrer Website klar: «Einmal schippen pro Tag ist oft zu wenig». Bei starkem Schneefall sind mehrere Einsätze täglich Pflicht – und bei angekündigtem Glatteis muss sogar vorbeugend gestreut werden.
Die Räumpflicht beginnt an Werktagen zwischen sieben und 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von neun bis 20 Uhr. Sobald der Schneefall endet, haben Eigentümer maximal eine Stunde Zeit zum Räumen. Die ARAG-Versicherung betont: «Bei starkem und wiederkehrendem Schneefall müssen Sie auch mehrmals am Tag raus und spätestens innerhalb einer Stunde nach jedem beendeten Schneefall schippen».
Vorbeugend streuen bei Glatteis-Gefahr
Besonders anspruchsvoll sind die Regelungen bei Glatteis. Wenn Regen auf gefrorenen Boden fällt, gilt laut Stiftung Warentest: «Solange es wegen andauernden Regens auf gefrorenem Boden sinnlos ist, braucht niemand zu streuen». Sobald der Regen aber aufhört, muss sofort gestreut werden – das entschied der Bundesgerichtshof bereits 1984.
Noch strenger ist die Regelung bei angekündigtem Glatteis. Die ARAG-Versicherung warnt: «Und wenn für die Nacht Glatteis angekündigt ist, darf nicht bis zum nächsten Morgen gewartet werden, sondern es muss vorbeugend gestreut werden». Eigentümer müssen also Wettervorhersagen aktiv verfolgen.
Sand statt Salz
Beim Streuen sind die meisten Gemeinden wählerisch: Erlaubt sind Sand, Asche, Granulat oder Splitt. Streusalz ist aus Umweltschutzgründen meist verboten – Ausnahmen gelten manchmal für Treppen oder steile Wege. Chemische Auftaumittel sind in vielen Städten der Stadtreinigung vorbehalten und für Privatpersonen tabu.
Berufstätige, Kranke oder Urlauber erhalten keine automatische Befreiung von der Räumpflicht. Sie müssen einen Vertretungsdienst organisieren. Manche Gerichte verlangen dies sogar von älteren Menschen. Die genauen Pflichten regeln kommunale Satzungen oder Landesgesetze.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.











