Der Softwarekonzern SAP aus Walldorf erlebt einen dramatischen Börsentag. Die Aktie stürzt um fast 16 Prozent auf 165 Euro ab – trotz deutlich gestiegener Profitabilität und einem angekündigten Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro. Der Grund: Das strategisch zentrale Cloud-Geschäft blieb hinter den Erwartungen zurück. Bis zum Jahresende 2025 schloss SAP nicht so viele Cloud-Software-Verträge ab wie erhofft. Die Anleger reagierten alarmiert.
Die SAP-Aktie fällt damit auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. Im Februar 2025 hatte das Papier noch ein Rekordhoch von 283,50 Euro erreicht. Mit dem Absturz verliert SAP auch den Platz als wertvollstes deutsches Unternehmen – Siemens zieht vorbei.
Dax unter Druck
Der deutsche Leitindex Dax verliert am Donnerstag 2,07 Prozent auf 24.309,46 Punkte. SAP als Schwergewicht im Index drückt massiv auf die Stimmung. Der MDax für mittelgroße Werte gibt 1,29 Prozent auf 31.233,68 Punkte nach.
Zusätzlich belasten geopolitische Spannungen. Christine Romar, Analystin von CMC Markets, warnt: «Wenn etwa die USA in den kommenden Stunden oder Tagen den Iran erneut angriffen, dann dürfte sich der Abwärtstrend in Frankfurt noch einmal deutlich beschleunigen.» Anleger blicken nervös auf den eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Iran.
Gewinner und Verlierer
Die SAP-Schwäche zieht auch andere Software-Unternehmen mit. Die Aktie von Nemetschek, einem Anbieter für Bau- und Architektursoftware, fällt um 3,6 Prozent.
Siemens dagegen gewinnt zwei Prozent und führt den Dax an. Marktbeobachter sehen einen Zusammenhang mit den starken Auftragseingängen beim Konkurrenten ABB – ein positives Signal für Siemens' eigene Auftragslage.
Deutsche Bank mit Rekordgewinn
Die Deutsche Bank meldet einen Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro für 2025 – ein Rekordniveau. Im schwachen Gesamtmarkt verliert die Aktie dennoch 1,3 Prozent.
Die DWS, Tochter der Deutschen Bank, übertrifft ihre Ziele für 2025. Das Unternehmen setzt sich höhere Ziele für die kommenden Jahre und kündigt eine Sonderdividende für Aktionäre im Jahr 2027 an. Die DWS-Aktie schießt über zehn Prozent nach oben und erreicht ein Rekordhoch.
Der Kupferschmelzer Aurubis aus Hamburg setzt seine Rekordjagd fort. Der anhaltende Höhenflug der Kupferpreise lockt weiter Anleger an.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.











