Comeback im Kaukasus: 18 Wisente kehren nach fast 100 Jahren zurück

upday.com 2 godzin temu
Schnell raus aus der Kiste - das Leben in Freiheit ist für die Tiere neu (Handoutbilder). Emil Khalilov/Zoo Berlin/dpa

Ein Wiederansiedlungsprojekt bringt 18 Wisente aus Deutschland in den Kaukasus – die größte Einzelverlegung seit dem Start 2019. Zwölf Tiere stammen vom Tierpark Berlin, sechs vom Wisentprojekt im nordrhein-westfälischen Rothaargebirge.

Per Frachtflugzeug und Lastwagen transportierten Experten die europäischen Riesenbüffel nach Aserbaidschan. Dort wildert das Projekt sie im Shadagh-Nationalpark im nördlichen Teil des Landes aus.

Die Tiere wiegen bis zu 1.000 Kilogramm bei einer Schulterhöhe von bis zu zwei Metern. Zunächst kommen die Wisente für mehrere Monate in ein Auswilderungsgehege innerhalb des Nationalparks, bevor das Projekt sie vollständig in die Wildnis entlässt.

Der Shadagh-Nationalpark gilt als eines der größten Schutzgebiete im Kaukasus mit ausgedehnten Berg-, Wald- und Offenlandstrukturen. Aurel Heidelberg, Projektleiter und Referent für die Ökoregion Kaukasus beim WWF Deutschland, erklärte: «Die Rückkehr des Wisents in die Urwälder des östlichen Großen Kaukasus ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung nationaler, regionaler und internationaler Naturschutzziele zum Erhalt der Biodiversität.»

Projekterfolg mit Nachwuchs

Seit Beginn des gemeinsamen Projekts von WWF Deutschland und Tierpark Berlin im Jahr 2019 brachten die Partner insgesamt 64 Wisente nach Aserbaidschan. Allein 2025 kamen neun Kälber zur Welt. Mit den neu angekommenen Tieren leben nun rund 90 Wisente im Shadagh-Nationalpark.

Im Nationalpark finden die neu angekommenen Tiere reichlich Nahrung. Sie ernähren sich von Gräsern, frischen Blättern, Baumrinde und Sträuchern. Ein erwachsenes Tier frisst täglich etwa 60 Kilogramm.

Wisente leben in Herden von rund zehn bis zwölf Tieren. Männliche Tiere leben ab drei Jahren als Einzelgänger.

Comeback nach Ausrottung

Einst lebten Wisente in ganz Europa. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert starben sie in der freien Wildbahn aus. Im Kaukasus schossen Jäger den letzten Wisent 1927. Die Tiere überlebten nur in zoologischen Einrichtungen.

Dank Schutz- und Zuchtprogrammen gibt es heute weltweit wieder rund 10.000 Wisente in Zoos, Naturreservaten und in freier Wildbahn.

Der Kaukasus mit seinen Bergen, Wäldern, Gletschern und Trockensteppen bietet eine hohe biologische Vielfalt. Die Region beherbergt neben den Wisenten auch Europas letzte Leoparden sowie Braunbären, Wölfe und Luchse.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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