Ein italienischer Ermittlungsbericht enthüllt die konkrete Todesursache in der Brandkatastrophe von Crans-Montana: 34 der 40 Opfer starben an einer drastisch verengten Treppe im Club «Le Constellation». Eine Renovierung vor fünf Jahren verschmälerte die Treppe von drei Metern auf nur noch 1,37 Meter – eine Todesfalle in der Silvesternacht.
Der Bericht liegt dem italienischen Innenministerium und der römischen Staatsanwaltschaft vor. Er dokumentiert: «34 Leichen wurden am Fuße der Treppe gestapelt gefunden.» Die Menschen waren im panischen Gedränge gestorben, als sie über die zu schmale Treppe nach oben flohen.
Geständnis des Barbetreibers
Barbetreiber Jacques Moretti (49) hat während seiner Vernehmung gestanden: Er installierte selbst brennbare Isolierschaum-Platten an der Kellerdecke. Außerdem war ein Notausgang im Erdgeschoss verschlossen. Moretti sitzt in Untersuchungshaft.
Die Ermittler gehen davon aus, dass Wunderkerzen auf Champagnerflaschen das Isoliermaterial an der Decke entzündeten. Kühlbecher und Fernseher auf dem Tresen schmolzen in der Hitze. Drei weitere Opfer starben am verschlossenen Notausgang im Raucherraum, drei auf dem Gehweg vor dem Lokal.
Schwer verletzte Mélanie braucht Hilfe
Die Französin Mélanie aus Angers überlebte schwer verletzt. Ärzte verlegten sie zunächst nach Zürich, dann nach Nantes. Ihre Schwester Lou-Nae Chartier schreibt auf GofundMe: «Am Silvesterabend wurde unsere Familie von einem Drama erschüttert.» Mélanies Zustand sei «weiterhin sehr besorgniserregend und erfordere eine intensive und langwierige medizinische Behandlung».
Die zweijährige Tochter vermisst ihre Mutter. Chartier startete eine Spendenkampagne für die unvorhergesehenen Kosten: Reisen, Unterkunft, Verpflegung. Über 27.000 Euro sind bereits zusammengekommen. Sie zeigt sich «tief bewegt und aufrichtig überrascht von all der Unterstützung [...]».
Vernehmung am Freitag
Schweizer Ermittler werden Jacques und Jessica Moretti am Freitag vernehmen. Die Staatsanwaltschaft wirft den französischen Barbetreibern fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung vor. Die beiden erklärten am Dienstag: «Wir werden auf keine Weise versuchen, uns diese Dinge zu entziehen.» Sie seien «am Boden zerstört und voller Trauer».
Die neuen Erkenntnisse aus dem italienischen Bericht sollen die Walliser Staatsanwaltschaft brüskiert haben – sie hatte sich bisher sehr bedeckt zu Details gehalten.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



